Der Berg ruft: Moin! Über’s Losgehen und Ankommen

Der Weg auf den Gipfel DSC01018-4.jpg Der Berg ruft! Fichtenschlucht Jurte in der Nacht

Im Herbst 2019 fuhr der Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 20 Sippenführer*innen und deren Sippen in die Ammergauer Alpen nach Bayern. Nach einer einwöchigen Sternfahrt trafen sich die Sippen in Unterammergau zu einem gemeinsamen Lager. Der Höhepunkt der letzten Tage im Süden Deutschlands war die Besteigung des Teufelstättkopfs (1758 m). Milán war an der über einjährigen Planung der Sternfahrt ihres Bundes beteiligt, die für sie gleichzeitig die letzte Herbstfahrt ihrer Sippe darstellt und somit auch den Abschied als Sippenleiterin. Ihre Erlebnisse von dieser für sie doppelt besonderen Fahrt berichtet sie.


Es ist Donnerstag und wir kommen an. Nicht, wie wir abends an einen Platz kommen und diesen als Nachtlager wählen. Auch nicht, wie die Ankunft nach einer Fahrt am heimischen Bahnhof. Es ist irgendetwas dazwischen.
Nach einer Woche Herbstfahrt treten wir in Unterammergau auf eine große Wiese. Schon von Weitem blitzen die blauen Takelblusen zwischen den Bergen hervor und Stimmen wuseln durch die Luft. Alle, die in den letzten sieben Tagen hier unterwegs waren, hatten ein Ziel: die Kuhweide im Süden der Stadt. Auf dem Kopf trage ich eine Kiste mit unseren letzten Einkäufen, die Kluft ist noch nass vom dauernden Regen. Die Wolken liegen in diesem Tal, wie in einem gemütlichen Bett und bequemen sich nur selten dazu, weiter zu ziehen.
Aber jetzt: Ankommen. Leute wiedersehen. Aufgeregt Geschichten austauschen. Weiterhuschen und dreckige Schienbeine vergleichen. Zwischendurch die Jurten und Kohten aufbauen. Dann mit mehr als neunzig Leuten in den Wald und Feuerholz knacken. Ohrwürmer verbreiten. Jodeln lernen.

Wir sind Küstenkinder und kennen den Geruch des Brackwassers und das Kreischen der Möwen. Die Berge hier sind aufregend und anders. Vielleicht nicht neu, doch unentdeckt. Deshalb verbindet die meisten Gespräche des Abends ein Thema: der Aufstieg des morgigen Tages. Ich sitze in der Runde und erinnere mich, wie die Idee vor ziemlich genau einem Jahr entstand; schaue zurück auf die Planungsphase und kann kaum fassen, wie schnell die Zeit doch wieder fliegt. Diskussionen über den Berg, den Platz, die vorangehende Fahrt und das Ausbildungslager liegen hinter uns und jetzt sitzen wir hier, die Sonne geht wieder fünf Minuten früher unter als gestern und die kühle Nacht hüllt die Landschaft um uns in tiefes Blau.

Der Morgen beginnt früher als meine letzten Tage. Auf den Bahnen liegt der Tau der letzten Stunden und langsam zieht sich der Nebel stückchenweise aus den Bergen. Die Ersten zerknautschten Gesichter räkeln sich aus den Schlafsäcken, es wird Kaffee gekocht und Aufstriche werden ausgekratzt. Nach dem Frühstück geht es los. Durch eine Schlucht wandern wir immer weiter hoch in die Berge. Der Regen der vergangenen Tage strömt in zig Wasserfällen, Bächen und Rinnsalen zwischen den Felsen hervor. Manchmal ist es so laut, dass man seine eigene Stimme nicht hören kann, an anderen Stellen fließt das Wasser ruhig, sodass man einige Schlucke zu fassen bekommt.

Wir haben wieder einmal ein riesiges Glück. Nach Tagen, in denen die Landschaft grau und vernebelt war, strahlt heute die Sonne als gleißender Ball am blauen Himmel. Trockene Füße — Hallelujah! Das Wetter lässt uns die Höhenmeter ein bisschen einfacher überwinden. Jetzt auf einem breiten Weg angekommen, wandern die Sippen dem Teufelstättkopf entgegen. Während wir gehen, hören wir von weiter vorne die anderen singen:
„… Ob er aber über Oberammergau, oder aber über Unterammergau, oder aber überhaupt nicht kommt…“ Wir summen mit und sparen uns unseren Atem für den Aufstieg.
Der Weg wird schmaler und steiler, irgendwann besteht er fast nur noch aus Geröll und Wurzeln. Der Boden ist schlammig von den vielen Fußspuren und ich muss mich immer öfter an Vorsprüngen festklammern. Jetzt sind wir auf dem Pass angekommen, ich weiß, dass es nicht mehr weit ist.

Langsam merke ich deutlicher, dass ich solche Höhen nicht unbedingt gewöhnt bin. Mein norddeutsches Flachland-Herz schlägt jedes Mal ein bisschen schneller, wenn ich aus Versehen zu lange mit dem Blick in der Tiefe verweile. Dann kralle ich mich noch ein wenig mehr am Fels fest und versuche, schnell weiter zu klettern. Der Gipfel kann nicht mehr weit sein. Kurz bevor wir ankommen, sehe ich mich doch noch einmal um. Sehe Leute, die schon ums Gipfelkreuz klettern und jodeln, sehe diejenigen, die noch hinter mir kommen. Manche Gesichter wirken erschöpft, andere wild entschlossen. Wieder andere strahlen im Wissen, es gleich geschafft zu haben.
„Es ist schon etwas Besonderes, was wir hier machen“, denke ich.
Kurz vor der Spitze setzen wir uns in eine kleine Senke. Jemand findet eine Gitarre und wir setzen uns in der Sippe in eine kleine Runde. Es ist schön, noch einmal gemeinsam zusammen zu kommen und zu realisieren, dass wir es jetzt alle geschafft haben. Wir singen „Tanzen die Dohlen“ und für mich hat sich das Lied nie passender angefühlt.
Und dann die letzten Meter: Bis nach ganz oben führt nur ein Drahtseil. Als ich den letzten Schritt auf den Gipfel mache, zittern meine Beine etwas und ich halte mich gut an den Händen meiner Freunde fest. Irgendwie schaffe ich es, meinen Blick schweifen zu lassen. Unter mir fliegt ein Vogel um den Berg, ich kann den Weg sehen, den wir kurz vorher gekommen sind. Auf der anderen Seite sehe ich die Alpen wachsen, kann Schneekuppen erkennen. Die Landschaft verblaut, je weiter sie in der Ferne liegt und der Horizont ist plötzlich so weit, dass ich mich doch ein bisschen wie am Meer fühle.
Wir knoten ein rotes Bändchen an einen Arm des Gipfelkreuzes. Es flattert im Wind zusammen mit den Bändern, die die anderen Sippen vor uns befestigt haben.
Als ich wieder nach unten klettere, greifen gleich mehrere Hände nach mir, geben mir Halt und stützen mich. Ich lache in Erleichterung.
Wir sind wieder angekommen.

 

DPV goLd

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Im Sommer kommenden Jahres feiern wir unseren goLdenen Geburtstag – 50 Jahre DPV.
50 (oder römisch: L) Jahre – da kann man schon mal die Sau rauslassen.

Und genau das wollen wir auch tun: mit einem Lager mit viel Spaß, auf jeden Fall GoLd, Gesang, Konfetti, kulinarischen Genussexplosionen, guten Freunden, natürlich auf Burg Ludwigstein und ach ja: in goLd – und selbstverständlich mit Dir!

Die Sause wird vom 11.-13. September 2020 stattfinden – ein Termin, den man sich auf alle Fälle im Kalender vormerken sollte! – und die Planungen laufen schon auf Hochtouren. Es werden Tage, in denen sich kurzweiliges Programm, ausschweifende Festlichkeiten, Begegnung, Spaß und Feuerwerk in dichtem Takt abwechseln – natürlich mit allen Freiheiten: Wähle zwischen verschiedenen Anreisemöglichkeiten oder ob dir z.B. ein Chinesischer Kochkurs oder – was weiß ich – der Bau einer goLdenen Pionier-Hüpfburg mehr zusagt.
Da wird jeder auf seine Kosten kommen!

Bist du dabei?
Dann sehen wir uns…

Wann: 11.-13. September 2020

Wo: Jugendburg Ludwigstein in Hessen

Was: DPV goLd

Wer: Alle (Gruppenleiter/Führungsebene)

Wie: mit ganz viel goLd!!!

Mitgliederversammlung in Coburg

Gruppenbild MV 2019

Ende September fand die jährliche Mitgliederversammlung des Verbandes statt.
Neben der Nachbereitung unseres Aktionsjahres 2019 mit der Sippenaktion „Don Oro“ und dem gemeinsam mit dem BdP veranstalteten Pfadfinderfest „Schall und Rauch“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das Jubiläum des Verbandes „DPVgoLd“, das im September 2020 auf Burg Ludwigstein mit einem rauschenden Fest begangen werden soll. Außerdem arbeiteten die Delegierten der Bünde fleißig am jugendpolitischen Konzept und lieferten dem neu gewählten Jugendpolitischen Rat viele Ideen, die in den kommenden Monaten in unser Konzept eingehen sollen.
Ganz neben bei wurde auch noch gewählt: Matze und Many bilden die neue Doppelspitze im DPV. Für die Wahl zweier gleichberechtigter Vorsitzenden war zuvor extra die Sartzung geändert worden. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Naoné, Marc, Patte und Storch gewählt. Neuer Schatzmeister ist Gandhi. Der alte Vorstand – bestehend aus dem Vorsitzenden Jo und Schatzmeister Rainer sowie den Stellvertreter/innen Laura R., Laura B., Jasper, Storch und Referent/innen Jasmin, Matze, Nerv und Bene wurde mit dem Dank des Verbandes für die vergangenen drei Jahre verabschiedet. Insbesondere Rainer, der nach unglaublichen 27 Jahres als Schatzmeister nicht wieder kandidierte, sprachen die Delegierten ihren Dank aus. Wir hoffen, alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder noch oft bei Veranstaltungen im DPV begrüßen zu dürfen.

Einladung zum ersten Vorbereitungstreffen zum Rotenburger Seminar 2021

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15.-17. November 2019 in Nürnberg

Liebe Freund*innen im BdP und DPV!
Im Januar 2021 soll das nächste Rotenburger Seminar stattfinden – diesmal als echte gemeinsame Veranstaltung vom BdP und DPV!
Zur Vorbereitung und dem Spinnen von ersten Ideen möchten wir uns mit allen Interessierten vom 15.-17. November 2019 in Nürnberg treffen.
Bisher wurde das Rotenburger Seminar vom DPV veranstaltet, BdPler*innen waren dabei stets will-kommen. Im Mittelpunkt stand meist ein großes Planspiel – die letzten Themen waren beispielsweise Umwelt und Klima (2010), Kapitalismus (2013) und zuletzt Flüchtlinge und Einwander*innen (2016). Womit wir uns 2021 beschäftigen werden liegt ganz an euch. Abhängig vom gewählten Thema können wir auch frei über die Methodik entscheiden.
Wenn Ihr also Lust habt, Euch an der Umsetzung eines solchen Großprojektes zu beteiligen, kommt mit nach Nürnberg! Natürlich müsst Ihr mit der Anmeldung für das VBT noch nicht dem eigentlichen Rotenburger Seminar-Team verbindlich beitreten. Wir freuen uns aber, wenn Ihr Euch das zumindest vorstellen könntet.

Zusammengefasst:
Wann? 15.-17. November 2019
Wo? Splittertorgraben 47, 90429 Nürnberg
Wer? Interessierte ab 16 Jahren
Wie viel? 14 Euro für zwei Nächte; Fahrtkosten entsprechend der Fahrtkostenerstattungsordnungen des DPVs bzw. BdPs
Anmeldungen bitte bis zum 1. November 2019 an .img oder .img. Wir wollen uns das Wochenende lang vegan verpflegen (lassen), teilt uns aber bitte beste-hende Allergien und Unverträglichkeiten mit.

Sobald Ihr Euch anmeldet, bekommt Ihr auch schon in unserem Etherpad die Möglichkeit erste Ideen zu spinnen und euch untereinander auszutauschen!

Bei Fragen meldet Euch gerne bei uns. Wir freuen uns auf ein tolles Vorbereitungstreffen!

Gut Pfad und liebe Grüße
Anna (DPV) und Julia (BdP)

Ausschreibung Jugendpolitischer Rat

Du interessierst Dich für Jugendpolitik? Du hast Lust, die jugendpolitischen Interessen von
den Kindern und Jugendlichen aus unserem Verband auszumachen und zu vertreten? Du
hast Interesse, Dich regelmäßig mit anderen Interessierten aus unserem Verband zu
diesen Themen auszutauschen? Du möchtest gerne politische Bildung auf DPV-Veranstaltungen
durchführen? Du möchtest (noch mehr) DPV-Luft schnuppern? Du hast
noch viele weitere Ideen und Lust, diese umzusetzen?
Dann werde Teil des Jugendpolitischen Rates des DPVs!
Gewählt werden die Mitglieder des Rates auf der Mitgliederversammlung vom 27.-29.
September in Coburg für ein Jahr (September 2019 bis September 2020).
Zusammen möchten wir:
• unsere jugendpolitischen Forderungen und Interessen nach außen und innen
vertreten
• die jugendpolitischen Forderungen und Interessen (weiter-)entwickeln
• auf jeder DPV-Veranstaltung eine Einheit zu Jugendpolitik/politischer Bildung
durchführen
• alle zwei/drei Monate skypen
• eigene Ideen umsetzen

Hast du Lust? Dann freuen wir uns auf Dich und Deine Ideen!
Bei Fragen und Interesse melde Dich bei unserer jugendpolitischen Referentin Anna
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Gut Pfad und liebe Grüße
der Jugendpolitische Rat

Am 20.9. ist der nächste globale Klimastreik. Pfadfinder*innen berichten, warum sie es wichtig finden, für das Klima zu demonstrieren

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[Fotos: Flora Lamberty, Fridays for Future-Demos in Bonn]

Warum Pfadfinder*innen bei den Fridays for Future-Demos mitdemonstrieren:

Seit Dezember 2018 werden weltweit jeden Freitag für den Klima gestreikt. Am ersten globalen Protesttag am 15. März 2019 nahmen deutschlandweit 300.000 Menschen teil, laut Fridays for Future. Am 20. September findet der nächste globale Klimastreik in über 220 Städten statt.

Verschiedene Pfadfinder*innen erklären, warum sie mit demonstrieren:

Judith: „Hey, ich bin die Judith, werde im Sommer 16 Jahre alt und bin jetzt fast mit der Schule fertig. Danach möchte ich eine Ausbildung beginnen.

Ich bin jetzt seit ca. 6 Jahren Pfadfinderin und bin davor auch oft und sehr gerne draußen im Wald unterwegs gewesen. Ich habe mich schon immer für die Natur interessiert oder gerne dort gespielt. Seit Februar 2019 gehe ich regelmäßig auf die Fridays for Future-Demos.

Um auf die Frage „Warum ist es wichtig als Pfadfinder zu den Fridays for Future-Demos zu gehen?“ einzugehen: Ich finde es einfach super wichtig, weil ich weiterhin schöne Fahrten, Lager oder auch Wanderungen durch noch unberührte Natur unternehmen möchte. Ich möchte weiterhin mit der Natur leben und sie kennenlernen, ohne das sie vollkommen abgestorben ist.

Außerdem möchte ich es meinen Kindern irgendwann ermöglichen auch diese Erlebnisse, die man als Pfadfinder hat, zu erleben.

Es gibt nur diese eine Welt und wir müssen uns für sie einsetzen.“ weiterlesen „Am 20.9. ist der nächste globale Klimastreik. Pfadfinder*innen berichten, warum sie es wichtig finden, für das Klima zu demonstrieren“

Achtung! Don Oro hat sich als Pfadfinder verkleidet

„Hast du schon gehört? Es wurde Gold gefunden, in New Hameln Creek! Don Oro hat alle Pfadfinder eingeladen, mit ihm und für ihn Gold zu schürfen – es winken Gold und Reichtum für alle“
Viel mehr wussten unsere 1000 Teilnehmenden nicht, als sie sich für das Himmelfahrtswochenende aus dem ganzen Bundesgebiet auf den Weg nach Hameln machten. Mit Spaten und Spitzhacke, Hut und Halstuch und einer großen Portion Mut und Vorfreude ausgestattet, ahnten die jungen Goldgräber und Goldgräberinnen noch nicht, dass sie es alsbald mehr mit korrupten Großgrundbesitzern und Banditen zu tun bekämen, als mit dem versprochenen Goldrausch, von dem jeder von ihnen hatte profitieren sollen. Aber der Reihe nach….

Wie alles begann…

Im September 2016 beschloss der DPV, dass es wieder eine Aktion für Sippen geben solle. So saßen vor über 2 Jahren die (noch recht überschaubare Zahl an) Planer*innen bei ihrem ersten Treffen beisammen und wählten in einer heiß umkämpften Abstimmung das Thema Goldgräber aus. Ob ein anderes Thema auch so gut bei den Teilnehmenden angekommen wäre? Vielleicht finden wir es bei einer nächsten Sippenaktion heraus, wenn die Teilnehmenden dann nicht nach Gold schürfen sondern gegen Götter kämpfen oder die Weiten der Ozeane vor den Piraten schützen müssen. Sobald das Thema feststand, wuchs der Planungskreis zusehends und um das zentrale Thema wurde eine ganze Spielgeschichte geschrieben in der nicht jeder war, wofür er sich ausgab. Don Oro als Besitzer der Goldmine und Vater eines großen Familienclans war schon immer dabei, auf welcher Seite er letztlich stehen sollte, war lange umstritten. Die größte Herausforderung war dabei, die einzelnen Geländespiele und die sich immer weiter und komplexer werdende Geschichte mit einem roten Faden zu verbinden.
5 Wochenend-Planungstreffen, 24 Telefonkonferenzstunden, unzählige E-Mails und lange Planungsdokumente und unendliche WhatsApp Nachrichten später war es dann so weit: Die Sippenaktion „Goldader – Don Oro lädt ein“ startete 6 Tage vor Himmelfahrt mit dem Aufbaulager und wir konnten langsam erahnen, was in den letzten Jahren alles auf den Weg gebracht worden war und nun kurz davor stand, Wirklichkeit zu werden. Die 170 Helfer*innen unternahmen einiges, um aus einer grünen Wiese am Rande von Hameln den Ort zu schaffen, auf den die Teilnehmer*innen sich als New Hameln Creek freuten: Auf dem 4 Hektar großen Platz wurden die 11 Unterlager abgesteckt, 50 Jurten aufgebaut, eine lange Waschstraße gebastelt, unzählige Löcher für Holzbauten in den sehr lehmigen Boden gedreht, der Saloon in Form einer Jurtenburg und die Bank von New Hameln Creek errichtet… weiterlesen „Achtung! Don Oro hat sich als Pfadfinder verkleidet“

Beat prepared! Das schall&rauch hat das Format Festival für bündische Gruppen erprobt – erfolgreich.

Es johlt und grölt im Zentrum Pfadfinden bei Immenhausen, aus zirka anderthalbtausend bündischen Kehlen tut es das, und zwar nach Leibeskräften. Da isses nun also, das schall&rauch, die Festivität von und für Jugendbewegte verschiedenster Couleur mit oder ohne Anhang. Die Konturen der engagiert tanzenden Grüppchen verläuft exakt entlang der Schattengrenzen, die die umliegenden Bäume werfen. Besonders widerstandsfähige Gestalten verausgaben sich in der prallen Hitze genau vor der Bühne, auf der Slightly Rude mit ihrem Programm keine Atempause lassen. Schweiß spritzt von Stirnen, irgendjemand sprüht mit sonem zwei-Liter-Drucksprüher, ursprünglich wohl für den Gummibaum im Büro, die zappelnde Menge nass. Die fürchten sich tatsächlich vor nichts, diese besonders widerstandsfähigen Gestalten, denke ich und schiebe die anerkennende Unterlippe vor. Die Sonne ballert schonungslos, vampiresk verstecke ich mich vor ihr in der Zirkusjurte. Unfassbar: Davor verheddern sich ölige Körper mit hochroten Köpfen in einem Vertikaltuch und probieren vermutlich, sexy zu sein. Jemand pfundiges hat daneben ein kleines Kinderplanschbecken aufgeblasen und mit Wasser befüllt, da stehen ein paar Leute dicht an dicht drin und gönnen schweigend ihren Füßen eine Abkühlung. Ein bisschen dümmlich sieht das schon aus, keine Frage, aber ich mache sofort mit. Meine tanzgebeutelten Gliedmaßen danken es mir. Immerhin müssen sie sich auf noch ne Menge Beutelei verschiedenster Sorte einstellen: Berlin Boom Orchestra: Abzappeln. Element of Crime (Wirklich. Oah. Sie sind ehrlich wirklich hier. Herrschaftszeiten.): Anhimmeln und schunkeln. Polkageist: Hüpfen und rempeln, Schlagsaite, Dunkelbunt, Lüül, nur, um einige zu nennen! Sachte mache ich meinen Gliedmaßen klar, dass ich von ihnen auch angemessenes Abstampfen beim nächtlichen Technoset erwarte. Und wer weiß, ob nicht noch der ein oder andere Film im Fahrradkino erstrampelt wird! Ja genau, liebe Leserin, lieber Leser: Unter „den ein oder anderen Film im Fahrradkino erstrampeln“  versteht sich genau das, was du dir höchstwahrscheinlich gerade vorstellst. weiterlesen „Beat prepared! Das schall&rauch hat das Format Festival für bündische Gruppen erprobt – erfolgreich.“

Nicht nur Gold im Eimer – Die DPV Sippenaktion 2019

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Die letzten Tage sind rückblickend gesehen wie ein Traum. Anfangs war ich mir noch gar nicht so sicher, was mich alles erwarten wird und einen gefühlten Wimpernschlag später klingelt mein Wecker und ich muss wieder zur Uni los. Zusammengefasst: Das war der Hammer!

Mittwochabend treffen wir auf dem Lagerplatz “New Hameln Creek” ein und keine zwei Schritte später quatscht mich eine mir völlig fremde Pfadfinderin eines mir völlig fremden Bundes an und beredet mit mir die Parksituation. Pfadfinderfeeling: Check. Nach der Anmeldung auf dem Platz teilen sich 14 Rotmilane auf in ihre Unterlager. Auf dem Lagerplatz befinden sich um eine große Wiese herum sechs Unterlager für die angereisten Goldschürfer*innen und ein riesiger Saloon, der in den künftigen Tagen den gängigen Abendtreff darstellt. Das siebte Unterlager “Ghost City” ist den teilnehmenden Helfern vorbehalten. Davon haben wir fünf mitgebracht und nachdem wir unter Umständen ein bisschen was an Jurtenmaterial daheim liegen gelassen haben, bauen wir dennoch erstmal unsere Kothe auf. Gleich darauf helfen wir noch anderen Gruppen, ihre Zelte aufzubauen und stellen den ersten großen Unterschied zwischen uns und gefühlt dem Rest der deutschen Pfadfinderschaft fest: Kothen mit nur einer Zeltstange. Das ist bei anderen Bünden derart unüblich, dass wir häufiger Mal unseren Senf zu eben diesem Problem abgeben müssen. Gibt es heute Abend wohl noch was spannendes? Wissen wir nicht, also erstmal was zu Essen suchen. Es ist Reis mit Tomatensoße. Mir ist im ersten Moment zwar nicht klar, wer auf diese komische Idee kam, aber instantan kommen mir die grausigen Bilder des Essens der letzten DPV-Aktion in den Kopf. Es schaudert mir bei dem Gedanken und vor allem bei den ersten Löffeln des mir vorgesetzten Gerichts. Egal, denke ich mir und ziehe mir in vollem Genuss endlich zwei riesige Portionen rein. Jetzt erstmal schlafen und den Lagerplatz vollständig erst bei Sonnenlicht betrachten. Bisher habe ich das Gefühl, dass doch gar nicht mal so viele Leute hier sind. weiterlesen „Nicht nur Gold im Eimer – Die DPV Sippenaktion 2019“

In greifbarer Nähe: Unser Jubiläum!

Burg Ludwigstein

Die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland! Das Ende der Welt! Die Wahl zum 20. Bundestag! Der 200. Geburtstag von Baden Powell und der 65. von Madonna! Erwachsenwerden!
Was haben all diese Dinge gemeinsam? Wir sind uns bei den meisten davon sicher, dass Sie noch weiter entfernt sind als das großartigste und schönste Jubiläum, das ein Jugendverband jemals gehabt haben wird: DPV goLd!
2020 wird der DPV 50 Jahre alt, und das wird gefeiert. Und wie!
Eine kleine Gruppe Engagierter hat sich schon einige Male getroffen, Ideen gewälzt, Vorschläge gemacht und verworfen, sich in die von hysterischem Lachenweinen unterbrochene Planungstreffenpsychose hineingearbeitet und am Ende glücklich gesagt: Das wird gut.
Allein schon der Örtlichkeit wegen: Die Burg Ludwigstein, mitten in Deutschland, wunderschön, imposant, und aufs Engste mit den Pfadfinder*innen, ihrer Lebensart und ihren Ideen verknüpft.
Aber auch das Programm wird sich sehen lassen können: Der Führer*innenschaft soll mal wieder wirklich was geboten werden. Aber ohne, dass man sich nicht auch entspannen könnte. Wie das geht? Lasst euch überraschen! Denn auch ihr seid dabei, ihr seid Teil des Ganzen, ihr seid das Helium im großen „50“-förmigen goldenen Folienballon, der über der Ludwigstein schwebt und der ganzen Welt verkündet:
DPV goLd!