Die erste Bergetappe auf dem Weg zur 50!

Ein kleiner Bericht vom vergangenen 5. DPV goLd Planungstreffen (31.01. – 02.02.2020)

Es war inzwischen schon das 5. Planungstreffen in einem immer größer werdenden buntem Team, bei dem wir uns nun erstmals direkt am Ort des Geschehens: der Burg Ludwigstein im Zentrum Deutschlands für ein Wochenende Ende Januar getroffen haben, um die Weichen bis in den September hinein zu legen und uns in den Geburtstagsfeier-Modus einzustimmen.

Am Fuße des Berges  im sog. Brunnenhaus oder Pumpenhaus (der Name hängt ganz davon ab, mit wem man gerade spricht) fanden wir uns bereits am Freitagabend mit ca. 18 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus verschiedenen Bünden und Ecken der Republik zusammen –  sei es aus Karlsruhe, Köln oder Hamburg -, um uns erstmal untereinander kennenzulernen und miteinander vertraut zu machen. Dabei wurden viele neue Gesichter bis in den späten Abend hinein in die Runde integriert, sodass wir auch schnell zu einem kunterbunten Haufen zusammengewachsen sind – was sich über das Wochenende hinweg nur noch steigern sollte.

Am nächsten Morgen ging es bereits gegen 08 Uhr mit einem kurzen Spaziergang hoch auf die Burg, um uns gemeinsam mit den Weltenbummlern (die die Burg das Wochenende über für ein von außenhalb sehr spannend wirkendes Führungsforum genutzt haben) beim Frühstück für den anstehenden Tag zu stärken. Der Vormittag war geprägt von einer spannenden Burgführung unter am Himmel wortwörtlich „tanzenden Dohlen“ und begleitet von bestem, aber leider konsequentem Nieselregen. Nach dem delikaten Mittagessen setzen wir uns dann auf der Burg erst im dem großen Planungsteam und später jeweils in den verschiedenen Unterplanungsteams Logistik, Anhaik, Küche, Programm und Hintergrund-programm zusammen und besprachen unsere Fortschritte nach dem Abendessen nochmal im großen Team.

Treu begleitet vom Regen ließen wir uns nachts wieder den Berg hinab tragen und verbrachten noch einen geselligen Abend mit mancher wenig stressfreien Runde Tabu und anderen Gesellschaftsspielen im Brunnenhaus.

Am nächsten Morgen ging es dann etwas früher auf einen kurzen Fußmarsch auf die Burg, um das Frühstück einzunehmen. Wir planten den verbleibenden Vormittag die für die kommenden Monate anfallenden Aufgaben. Nach der Abschlussrunde machten wir uns schließlich wieder in die verschiedenen Richtungen gen‘ Heimat auf – natürlich bepackt mit vollen To-Do-Listen und jeder Menge Vorfreude auf alle weiteren Planungstreffen im Team und natürlich die grandiose DPV-Geburtstagsfeier mit euch im September – bei der wir alle zusammen dem DPV gebührend seinen goLdenen Anstrich verpassen.

Auf der Website unter „IN AKTION“ -> „DPV goLd“ findet ihr demnächst viele spannende Informationen zu der Fahrt, insb. was auf euch an dem Wochenende Spannendes erwartet und wie Ihr uns im Vorfeld und vor Ort unterstützen könnt – wobei wir uns über viele helfende Hände freuen. Erstmal könnt ihr euch aber (wenn nicht schon geschehen) das Wochenende des 11.-13.09.2020 im Kalender fett markieren!

Mach dein eigenes Ding! Upcycling-Ideen für AGs und Heimabende

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An dem diesjährigen Himmelfahrtswochenende haben sich viele DPV-Sippen gemeinsam zum DonOro in New Hameln Creek zusammengefunden. Ca. 1000 junge Pfadfinder*innen haben fleißig Gold geschürft und ein florierendes Dorf errichtet. Jedes Unterlager hat an den AGs zum Aufbauen des Dorfes teilgenommen und sich in seinem besten Glanz DonOro präsentiert, denn schließlich wollten wir alle bei ihm einen guten Eindruck hinterlassen, um viel Gold schürfen zu können.
Mit gemeinsamen Kräften, kreativen Köpfen und alten Materialien in den AGs haben wir verschiedene Dekorationen wie z.B. Fahnen, Beleuchtungslichter für den Abend oder unseren eigenen Geldbeutel hergestellt. Um möglichst nachhaltig dabei zu sein, wurden die AGs als Upcycling Konzept geplant, sodass viele alte Stoffreste, Gläser, Tetrapacks und weiteres Bastelmaterial zum Einsatz kamen. Durch viel Geschick sind so eine Menge prachtvolle und upgecycelte Unikate in den Dörfern entstanden, während wir gleichzeitig alle ein weiteres Stück Müll vermieden haben.

Kreative Upcycling-AGs sind für jede Art von Fahrt ein Tipp. Die Materialbeschaffung sollte euch nicht vor eine große Hürde stellen, denn es gibt immer zahlreiche Möglichkeiten altes Material zu beschaffen. Für den leichten Anfang passend, sind die schon erprobten Portemonnaies zum Basteln auf einem Heimabend. Das bietet eine hervorragende Möglichkeit das Großfahrten-Taschgeld-Portemonnaie für die nächste Großfahrt gemeinsam mit der Gruppe nachhaltig zu gestalten. Die Anleitung für die upgecycelten Portemonnaies findet ihr hier.
Hast du eine Sippe auf dem DonOro mit ihren selbstgemachten Kulturbeuteln gesehen? Wenn ja – prima – dann hast du gleiche eine weitere Idee entdeckt. Wenn nicht, dann kannst du mit deiner Sippe auch eure eigenen upgecycelten Kulturbeutel gestalten und auf dem nächsten Lager die Sippe sein, die gesehen wird. Lasst euren Gedanken freien Lauf und ihr werdet die kreativsten Einfälle haben.

Wir vom DPV 3000 hoffen darauf, dass ein solches Konzept auf vielen weiteren Fahrten und Lagern übernommen wird, damit zukünftig bei Bastelaktionen nicht auf neue wertvolle Werkstoffe zurückgegriffen werden muss und wir alle als Pfadfinder*innen unseren Beitrag für die Umwelt leisten.

Nach dem Lager ist vor dem Lager und so stellen wir uns wieder einmal die Frage, wie wir zukünftige Veranstaltungen noch nachhaltiger gestalten können. Hast du eine Idee, einen Plan oder möchtest sonst wie aktiv im Nachhaltigkeitskreis DPV 3000 mitwirken? Dann melde dich bei @

Den Fußabdruck deiner Reise verkleinern — Emissionskompensation der Fahrten zur und von der DPV-MV in Coburg

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Wenn du dich bewegst, verbrauchst du dabei Ressourcen und emittierst klimaaktive Gase. Wenn du nicht komplett auf Fortbewegung verzichten möchtest, kommst du nicht umhin, dich mehr oder weniger umweltschädlich von A nach B zu bewegen. Sogar vegane Fahrradfahrer*innen emittieren CO2, wenn auch mit großem Abstand weniger als Flugzeuge. Doch das sind nur die Extreme, zwischen denen sich alle anderen Verkehrsmittel einreihen. Spätestens seit den Dieselbetrügen wird auch in der breiten Öffentlichkeit über Emissionen und Schadwirkungen der verschiedenen Verkehrsmittel diskutiert. Die Wahl des Verkehrsmittels hat direkten Einfluss auf die Menge der durch die Fahrt entstehenden Emissionen. Nur: Wie unterschiedlich sind die Verkehrsmittel im Vergleich? Und: Wie kann ich trotz Emission möglichst wenig Schaden an Natur und Umwelt anrichten, ihr vielleicht sogar helfen? Wie gut waren wir auf der DPV-Mitgliederversammlung Mitte September in Coburg? Flo vom AK DPV3000 hat die Delegierten befragt und ihnen eine Kompensation der entstandenen Emissionen angeboten.

Verkehrsmittel im Vergleich
In Grafik 1 siehst du die durchschnittlichen CO2-Emissionen (CO2e) pro 100 km Fahrstrecke von verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Zahlen in dieser Grafik stammen von „quarks & co“ [1]. Für Diesel-PKW (PKW, Di) wurde dabei ein Verbrauch von sechs Litern auf 100 km angenommen und eine Fahrt alleine ohne Mitfahrer*in. Auch der elektrische PKW (PKW, El) transportiert in der Annahme nur eine Person.
Ohne Überraschung ist das Flugzeug das schädlichste Fahrzeug. Beachtet man, dass die Emissionen in Flughöhe besonders schädlich sind und neben CO2 auch die Kondensstreifen eine hohe Klimawirkung haben ist dieser Wert höchstens überraschend gering. Weniger bekannt ist, dass ein Fernbus in seinen Emissionen noch besser dasteht als eine Fahrt mit dem IC oder ICE. Dies liegt ausschließlich an der besseren Auslastung (62% bei Fernbus ggü. 51,9% bei IC/ICE [1]). Ebenfalls ungewöhnlich ist die Höhe der Emissionen im ÖPNV. Der Wert ist vor allem dadurch erhöht, dass der ÖPNV in Deutschland zu einem großen Teil von Dieselmotoren angetrieben wird. Sogar im Schienenverkehr können viele Strecken nur durch Dieselloks betrieben werden. Grund dafür ist die unvollständige Elektrifizierung des Schienennetzes (Deutschland 60%, Österreich 70%, Schweiz 100%, [2]). Die Emissionen einer Bahnfahrt liegen also unter den durchschnittlichen Emissionen im ÖPNV, dessen Emissionen ebenfalls durch eine bessere Auslastung noch weiter reduziert werden könnte.

Emissionskompensation, so heißt das Zauberwort, das damit lockt, einmal ausgestoßene Emissionen durch eine Spende an ein Umweltschutzprojekt zu kompensieren, auszugleichen, „wieder gut zu machen“. Klingt fast nach Ablasshandel. Ist im Grundprinzip auch sehr ähnlich: Getauscht wird Geld gegen gutes Gewissen. Die Unterschiede liegen vor allem darin, dass eine Reise per se keine Sünde ist und die Emissionen nur eine Nebenwirkung. Die Wirkung der der Spende setzt je nach unterstütztem Projekt früher oder später ein, wobei auch soziale und ökonomische Aspekte nicht zu unterschätzen sind und neben ökologischer Nachhaltigkeit einen Anteil an umfassender Nachhaltigkeit haben.
Für die Berechnung der entstandenen Emissionen stehen mehrere Anbieter zur Verfügung. Einer der bekanntesten ist vermutlich Atmosfair, die sich vor allem auf die Kompensation von Flugreisen spezialisiert haben. Das überbündische Lager „Schwarzbunt“ im Jahr 2020 kooperiert mit myclimate //VERIFIZIEREN!? aber auch das Umweltbundesamt und die WDR-Sendung „quarks & co“ bieten auf ihren Internetseiten die Berechnung von Emissionen in verschiedenen Szenarien an. All dies findest du am Ende in der Linkliste.
Für die Kompensation lässt sich wiederum eine ganze Palette an Anbietern und Projekten finden. Manche der oben genannten Rechner bieten gleich eine Auswahl an Projekten an. Diese unterscheiden sich zum Teil sehr: Von Unterstützung beim Erwerb effizienterer Kochstellen oder Wiederaufforstung im globalen Süden bis hin zur Wiedervernässung von Mooren in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist fast alles möglich.

Auf der Mitgliederversammlung
Von den 40 Delegierten konnten 31 befragt werden. Diese fuhren insgesamt fast 22000 km für Hin- und Rückweg mit einem Durchschnittswert von 707 km für die Gesamtstrecke. Bei der Wahl des Verkehrsmittels liegen Auto (24 von 62 Fahrten) und ICE (23) und fast gleichauf an der Spitze, gefolgt von ÖPNV (15). Dabei ist es wichtig, anzumerken, dass im Schnitt in jedem Auto 2,8 Personen saßen. Mit einer Ausnahme wollten alle ihre Emissionen kompensieren lassen; gaben teilweise noch einen kleinen Bonus zusätzlich. Den gemeinsam verursachten Emissionen (ca. 1,4 t CO2e) konnten daher komplett kompensiert werden.

Weiterführende Links und Quellen
[1] „quarks & co“: CO2-Emissionsrechner für Reisen
https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/co2-rechner-fuer-auto-flugzeug-und-co/
[2] Allianz pro Schiene zu Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes:
https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/elektrifizierungs-programm-fuers-deutsche-schienennetz/
[3] Umweltbundesamt: CO2-Emissionsrechner für fast alles
https://uba.co2-rechner.de
[4] myclimate: CO2-Emissionsrechner und Übersicht über geeignete Projekte für Spenden
https://co2.myclimate.org
[5] Atmosfair: CO2-Emissionsrechner und Kompensationsangebot
https://www.atmosfair.de
[6] moorfutures: Wiedervernässung von Mooren in Norddeutschland
https://www.moorfutures.de

Der Berg ruft: Moin! Über’s Losgehen und Ankommen

Der Weg auf den Gipfel DSC01018-4.jpg Der Berg ruft! Fichtenschlucht Jurte in der Nacht

Im Herbst 2019 fuhr der Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 20 Sippenführer*innen und deren Sippen in die Ammergauer Alpen nach Bayern. Nach einer einwöchigen Sternfahrt trafen sich die Sippen in Unterammergau zu einem gemeinsamen Lager. Der Höhepunkt der letzten Tage im Süden Deutschlands war die Besteigung des Teufelstättkopfs (1758 m). Milán war an der über einjährigen Planung der Sternfahrt ihres Bundes beteiligt, die für sie gleichzeitig die letzte Herbstfahrt ihrer Sippe darstellt und somit auch den Abschied als Sippenleiterin. Ihre Erlebnisse von dieser für sie doppelt besonderen Fahrt berichtet sie.


Es ist Donnerstag und wir kommen an. Nicht, wie wir abends an einen Platz kommen und diesen als Nachtlager wählen. Auch nicht, wie die Ankunft nach einer Fahrt am heimischen Bahnhof. Es ist irgendetwas dazwischen.
Nach einer Woche Herbstfahrt treten wir in Unterammergau auf eine große Wiese. Schon von Weitem blitzen die blauen Takelblusen zwischen den Bergen hervor und Stimmen wuseln durch die Luft. Alle, die in den letzten sieben Tagen hier unterwegs waren, hatten ein Ziel: die Kuhweide im Süden der Stadt. Auf dem Kopf trage ich eine Kiste mit unseren letzten Einkäufen, die Kluft ist noch nass vom dauernden Regen. Die Wolken liegen in diesem Tal, wie in einem gemütlichen Bett und bequemen sich nur selten dazu, weiter zu ziehen.
Aber jetzt: Ankommen. Leute wiedersehen. Aufgeregt Geschichten austauschen. Weiterhuschen und dreckige Schienbeine vergleichen. Zwischendurch die Jurten und Kohten aufbauen. Dann mit mehr als neunzig Leuten in den Wald und Feuerholz knacken. Ohrwürmer verbreiten. Jodeln lernen.

Wir sind Küstenkinder und kennen den Geruch des Brackwassers und das Kreischen der Möwen. Die Berge hier sind aufregend und anders. Vielleicht nicht neu, doch unentdeckt. Deshalb verbindet die meisten Gespräche des Abends ein Thema: der Aufstieg des morgigen Tages. Ich sitze in der Runde und erinnere mich, wie die Idee vor ziemlich genau einem Jahr entstand; schaue zurück auf die Planungsphase und kann kaum fassen, wie schnell die Zeit doch wieder fliegt. Diskussionen über den Berg, den Platz, die vorangehende Fahrt und das Ausbildungslager liegen hinter uns und jetzt sitzen wir hier, die Sonne geht wieder fünf Minuten früher unter als gestern und die kühle Nacht hüllt die Landschaft um uns in tiefes Blau.

Der Morgen beginnt früher als meine letzten Tage. Auf den Bahnen liegt der Tau der letzten Stunden und langsam zieht sich der Nebel stückchenweise aus den Bergen. Die Ersten zerknautschten Gesichter räkeln sich aus den Schlafsäcken, es wird Kaffee gekocht und Aufstriche werden ausgekratzt. Nach dem Frühstück geht es los. Durch eine Schlucht wandern wir immer weiter hoch in die Berge. Der Regen der vergangenen Tage strömt in zig Wasserfällen, Bächen und Rinnsalen zwischen den Felsen hervor. Manchmal ist es so laut, dass man seine eigene Stimme nicht hören kann, an anderen Stellen fließt das Wasser ruhig, sodass man einige Schlucke zu fassen bekommt.

Wir haben wieder einmal ein riesiges Glück. Nach Tagen, in denen die Landschaft grau und vernebelt war, strahlt heute die Sonne als gleißender Ball am blauen Himmel. Trockene Füße — Hallelujah! Das Wetter lässt uns die Höhenmeter ein bisschen einfacher überwinden. Jetzt auf einem breiten Weg angekommen, wandern die Sippen dem Teufelstättkopf entgegen. Während wir gehen, hören wir von weiter vorne die anderen singen:
„… Ob er aber über Oberammergau, oder aber über Unterammergau, oder aber überhaupt nicht kommt…“ Wir summen mit und sparen uns unseren Atem für den Aufstieg.
Der Weg wird schmaler und steiler, irgendwann besteht er fast nur noch aus Geröll und Wurzeln. Der Boden ist schlammig von den vielen Fußspuren und ich muss mich immer öfter an Vorsprüngen festklammern. Jetzt sind wir auf dem Pass angekommen, ich weiß, dass es nicht mehr weit ist.

Langsam merke ich deutlicher, dass ich solche Höhen nicht unbedingt gewöhnt bin. Mein norddeutsches Flachland-Herz schlägt jedes Mal ein bisschen schneller, wenn ich aus Versehen zu lange mit dem Blick in der Tiefe verweile. Dann kralle ich mich noch ein wenig mehr am Fels fest und versuche, schnell weiter zu klettern. Der Gipfel kann nicht mehr weit sein. Kurz bevor wir ankommen, sehe ich mich doch noch einmal um. Sehe Leute, die schon ums Gipfelkreuz klettern und jodeln, sehe diejenigen, die noch hinter mir kommen. Manche Gesichter wirken erschöpft, andere wild entschlossen. Wieder andere strahlen im Wissen, es gleich geschafft zu haben.
„Es ist schon etwas Besonderes, was wir hier machen“, denke ich.
Kurz vor der Spitze setzen wir uns in eine kleine Senke. Jemand findet eine Gitarre und wir setzen uns in der Sippe in eine kleine Runde. Es ist schön, noch einmal gemeinsam zusammen zu kommen und zu realisieren, dass wir es jetzt alle geschafft haben. Wir singen „Tanzen die Dohlen“ und für mich hat sich das Lied nie passender angefühlt.
Und dann die letzten Meter: Bis nach ganz oben führt nur ein Drahtseil. Als ich den letzten Schritt auf den Gipfel mache, zittern meine Beine etwas und ich halte mich gut an den Händen meiner Freunde fest. Irgendwie schaffe ich es, meinen Blick schweifen zu lassen. Unter mir fliegt ein Vogel um den Berg, ich kann den Weg sehen, den wir kurz vorher gekommen sind. Auf der anderen Seite sehe ich die Alpen wachsen, kann Schneekuppen erkennen. Die Landschaft verblaut, je weiter sie in der Ferne liegt und der Horizont ist plötzlich so weit, dass ich mich doch ein bisschen wie am Meer fühle.
Wir knoten ein rotes Bändchen an einen Arm des Gipfelkreuzes. Es flattert im Wind zusammen mit den Bändern, die die anderen Sippen vor uns befestigt haben.
Als ich wieder nach unten klettere, greifen gleich mehrere Hände nach mir, geben mir Halt und stützen mich. Ich lache in Erleichterung.
Wir sind wieder angekommen.

 

DPV goLd

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Im Sommer kommenden Jahres feiern wir unseren goLdenen Geburtstag – 50 Jahre DPV.
50 (oder römisch: L) Jahre – da kann man schon mal die Sau rauslassen.

Und genau das wollen wir auch tun: mit einem Lager mit viel Spaß, auf jeden Fall GoLd, Gesang, Konfetti, kulinarischen Genussexplosionen, guten Freunden, natürlich auf Burg Ludwigstein und ach ja: in goLd – und selbstverständlich mit Dir!

Die Sause wird vom 11.-13. September 2020 stattfinden – ein Termin, den man sich auf alle Fälle im Kalender vormerken sollte! – und die Planungen laufen schon auf Hochtouren. Es werden Tage, in denen sich kurzweiliges Programm, ausschweifende Festlichkeiten, Begegnung, Spaß und Feuerwerk in dichtem Takt abwechseln – natürlich mit allen Freiheiten: Wähle zwischen verschiedenen Anreisemöglichkeiten oder ob dir z.B. ein Chinesischer Kochkurs oder – was weiß ich – der Bau einer goLdenen Pionier-Hüpfburg mehr zusagt.
Da wird jeder auf seine Kosten kommen!

Bist du dabei?
Dann sehen wir uns…

Wann: 11.-13. September 2020

Wo: Jugendburg Ludwigstein in Hessen

Was: DPV goLd

Wer: Alle (Gruppenleiter/Führungsebene)

Wie: mit ganz viel goLd!!!

Mitgliederversammlung in Coburg

Gruppenbild MV 2019

Ende September fand die jährliche Mitgliederversammlung des Verbandes statt.
Neben der Nachbereitung unseres Aktionsjahres 2019 mit der Sippenaktion „Don Oro“ und dem gemeinsam mit dem BdP veranstalteten Pfadfinderfest „Schall und Rauch“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das Jubiläum des Verbandes „DPVgoLd“, das im September 2020 auf Burg Ludwigstein mit einem rauschenden Fest begangen werden soll. Außerdem arbeiteten die Delegierten der Bünde fleißig am jugendpolitischen Konzept und lieferten dem neu gewählten Jugendpolitischen Rat viele Ideen, die in den kommenden Monaten in unser Konzept eingehen sollen.
Ganz neben bei wurde auch noch gewählt: Matze und Many bilden die neue Doppelspitze im DPV. Für die Wahl zweier gleichberechtigter Vorsitzenden war zuvor extra die Sartzung geändert worden. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Naoné, Marc, Patte und Storch gewählt. Neuer Schatzmeister ist Gandhi. Der alte Vorstand – bestehend aus dem Vorsitzenden Jo und Schatzmeister Rainer sowie den Stellvertreter/innen Laura R., Laura B., Jasper, Storch und Referent/innen Jasmin, Matze, Nerv und Bene wurde mit dem Dank des Verbandes für die vergangenen drei Jahre verabschiedet. Insbesondere Rainer, der nach unglaublichen 27 Jahres als Schatzmeister nicht wieder kandidierte, sprachen die Delegierten ihren Dank aus. Wir hoffen, alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder noch oft bei Veranstaltungen im DPV begrüßen zu dürfen.

Einladung zum ersten Vorbereitungstreffen zum Rotenburger Seminar 2021

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15.-17. November 2019 in Nürnberg

Liebe Freund*innen im BdP und DPV!
Im Januar 2021 soll das nächste Rotenburger Seminar stattfinden – diesmal als echte gemeinsame Veranstaltung vom BdP und DPV!
Zur Vorbereitung und dem Spinnen von ersten Ideen möchten wir uns mit allen Interessierten vom 15.-17. November 2019 in Nürnberg treffen.
Bisher wurde das Rotenburger Seminar vom DPV veranstaltet, BdPler*innen waren dabei stets will-kommen. Im Mittelpunkt stand meist ein großes Planspiel – die letzten Themen waren beispielsweise Umwelt und Klima (2010), Kapitalismus (2013) und zuletzt Flüchtlinge und Einwander*innen (2016). Womit wir uns 2021 beschäftigen werden liegt ganz an euch. Abhängig vom gewählten Thema können wir auch frei über die Methodik entscheiden.
Wenn Ihr also Lust habt, Euch an der Umsetzung eines solchen Großprojektes zu beteiligen, kommt mit nach Nürnberg! Natürlich müsst Ihr mit der Anmeldung für das VBT noch nicht dem eigentlichen Rotenburger Seminar-Team verbindlich beitreten. Wir freuen uns aber, wenn Ihr Euch das zumindest vorstellen könntet.

Zusammengefasst:
Wann? 15.-17. November 2019
Wo? Splittertorgraben 47, 90429 Nürnberg
Wer? Interessierte ab 16 Jahren
Wie viel? 14 Euro für zwei Nächte; Fahrtkosten entsprechend der Fahrtkostenerstattungsordnungen des DPVs bzw. BdPs
Anmeldungen bitte bis zum 1. November 2019 an @ oder @. Wir wollen uns das Wochenende lang vegan verpflegen (lassen), teilt uns aber bitte beste-hende Allergien und Unverträglichkeiten mit.

Sobald Ihr Euch anmeldet, bekommt Ihr auch schon in unserem Etherpad die Möglichkeit erste Ideen zu spinnen und euch untereinander auszutauschen!

Bei Fragen meldet Euch gerne bei uns. Wir freuen uns auf ein tolles Vorbereitungstreffen!

Gut Pfad und liebe Grüße
Anna (DPV) und Julia (BdP)

Ausschreibung Jugendpolitischer Rat

Du interessierst Dich für Jugendpolitik? Du hast Lust, die jugendpolitischen Interessen von
den Kindern und Jugendlichen aus unserem Verband auszumachen und zu vertreten? Du
hast Interesse, Dich regelmäßig mit anderen Interessierten aus unserem Verband zu
diesen Themen auszutauschen? Du möchtest gerne politische Bildung auf DPV-Veranstaltungen
durchführen? Du möchtest (noch mehr) DPV-Luft schnuppern? Du hast
noch viele weitere Ideen und Lust, diese umzusetzen?
Dann werde Teil des Jugendpolitischen Rates des DPVs!
Gewählt werden die Mitglieder des Rates auf der Mitgliederversammlung vom 27.-29.
September in Coburg für ein Jahr (September 2019 bis September 2020).
Zusammen möchten wir:
• unsere jugendpolitischen Forderungen und Interessen nach außen und innen
vertreten
• die jugendpolitischen Forderungen und Interessen (weiter-)entwickeln
• auf jeder DPV-Veranstaltung eine Einheit zu Jugendpolitik/politischer Bildung
durchführen
• alle zwei/drei Monate skypen
• eigene Ideen umsetzen

Hast du Lust? Dann freuen wir uns auf Dich und Deine Ideen!
Bei Fragen und Interesse melde Dich bei unserer jugendpolitischen Referentin Anna
@

Gut Pfad und liebe Grüße
der Jugendpolitische Rat

Am 20.9. ist der nächste globale Klimastreik. Pfadfinder*innen berichten, warum sie es wichtig finden, für das Klima zu demonstrieren

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[Fotos: Flora Lamberty, Fridays for Future-Demos in Bonn]

Warum Pfadfinder*innen bei den Fridays for Future-Demos mitdemonstrieren:

Seit Dezember 2018 werden weltweit jeden Freitag für den Klima gestreikt. Am ersten globalen Protesttag am 15. März 2019 nahmen deutschlandweit 300.000 Menschen teil, laut Fridays for Future. Am 20. September findet der nächste globale Klimastreik in über 220 Städten statt.

Verschiedene Pfadfinder*innen erklären, warum sie mit demonstrieren:

Judith: „Hey, ich bin die Judith, werde im Sommer 16 Jahre alt und bin jetzt fast mit der Schule fertig. Danach möchte ich eine Ausbildung beginnen.

Ich bin jetzt seit ca. 6 Jahren Pfadfinderin und bin davor auch oft und sehr gerne draußen im Wald unterwegs gewesen. Ich habe mich schon immer für die Natur interessiert oder gerne dort gespielt. Seit Februar 2019 gehe ich regelmäßig auf die Fridays for Future-Demos.

Um auf die Frage „Warum ist es wichtig als Pfadfinder zu den Fridays for Future-Demos zu gehen?“ einzugehen: Ich finde es einfach super wichtig, weil ich weiterhin schöne Fahrten, Lager oder auch Wanderungen durch noch unberührte Natur unternehmen möchte. Ich möchte weiterhin mit der Natur leben und sie kennenlernen, ohne das sie vollkommen abgestorben ist.

Außerdem möchte ich es meinen Kindern irgendwann ermöglichen auch diese Erlebnisse, die man als Pfadfinder hat, zu erleben.

Es gibt nur diese eine Welt und wir müssen uns für sie einsetzen.“ weiterlesen „Am 20.9. ist der nächste globale Klimastreik. Pfadfinder*innen berichten, warum sie es wichtig finden, für das Klima zu demonstrieren“

Achtung! Don Oro hat sich als Pfadfinder verkleidet

„Hast du schon gehört? Es wurde Gold gefunden, in New Hameln Creek! Don Oro hat alle Pfadfinder eingeladen, mit ihm und für ihn Gold zu schürfen – es winken Gold und Reichtum für alle“
Viel mehr wussten unsere 1000 Teilnehmenden nicht, als sie sich für das Himmelfahrtswochenende aus dem ganzen Bundesgebiet auf den Weg nach Hameln machten. Mit Spaten und Spitzhacke, Hut und Halstuch und einer großen Portion Mut und Vorfreude ausgestattet, ahnten die jungen Goldgräber und Goldgräberinnen noch nicht, dass sie es alsbald mehr mit korrupten Großgrundbesitzern und Banditen zu tun bekämen, als mit dem versprochenen Goldrausch, von dem jeder von ihnen hatte profitieren sollen. Aber der Reihe nach….

Wie alles begann…

Im September 2016 beschloss der DPV, dass es wieder eine Aktion für Sippen geben solle. So saßen vor über 2 Jahren die (noch recht überschaubare Zahl an) Planer*innen bei ihrem ersten Treffen beisammen und wählten in einer heiß umkämpften Abstimmung das Thema Goldgräber aus. Ob ein anderes Thema auch so gut bei den Teilnehmenden angekommen wäre? Vielleicht finden wir es bei einer nächsten Sippenaktion heraus, wenn die Teilnehmenden dann nicht nach Gold schürfen sondern gegen Götter kämpfen oder die Weiten der Ozeane vor den Piraten schützen müssen. Sobald das Thema feststand, wuchs der Planungskreis zusehends und um das zentrale Thema wurde eine ganze Spielgeschichte geschrieben in der nicht jeder war, wofür er sich ausgab. Don Oro als Besitzer der Goldmine und Vater eines großen Familienclans war schon immer dabei, auf welcher Seite er letztlich stehen sollte, war lange umstritten. Die größte Herausforderung war dabei, die einzelnen Geländespiele und die sich immer weiter und komplexer werdende Geschichte mit einem roten Faden zu verbinden.
5 Wochenend-Planungstreffen, 24 Telefonkonferenzstunden, unzählige E-Mails und lange Planungsdokumente und unendliche WhatsApp Nachrichten später war es dann so weit: Die Sippenaktion „Goldader – Don Oro lädt ein“ startete 6 Tage vor Himmelfahrt mit dem Aufbaulager und wir konnten langsam erahnen, was in den letzten Jahren alles auf den Weg gebracht worden war und nun kurz davor stand, Wirklichkeit zu werden. Die 170 Helfer*innen unternahmen einiges, um aus einer grünen Wiese am Rande von Hameln den Ort zu schaffen, auf den die Teilnehmer*innen sich als New Hameln Creek freuten: Auf dem 4 Hektar großen Platz wurden die 11 Unterlager abgesteckt, 50 Jurten aufgebaut, eine lange Waschstraße gebastelt, unzählige Löcher für Holzbauten in den sehr lehmigen Boden gedreht, der Saloon in Form einer Jurtenburg und die Bank von New Hameln Creek errichtet… weiterlesen „Achtung! Don Oro hat sich als Pfadfinder verkleidet“