Radio goLd ist wieder am Start!

In etwas mehr als einem Jahr findet endlich unsere Jubiläumssause DPV goLd statt.
Da wir aber bereits jetzt schon unglaublich in Feierlaune sind, wollen wir auch die Zeit bis dahin mit einem ordentlichen Countdown zelebrieren.

Um euch alle auch schonmal in goLd-Feierlaune einzustimmen, bekommt ihr nächsten Samstag, dem 11.09.2021 erst einmal etwas von uns auf die Ohren.

Der Radiosender Rundfunk Meißner ist so lieb und strahlt ein Jahr vor der Aktion noch einmal unsere Jubiläumssendung „radio goLd“ aus. Nicht nur, wer die ursprüngliche Sendung verpasst hat, kommt hier voll auf seine Kosten!

Das ganze gibt’s von 11.05 bis 15.05 Uhr exklusiv auf radiofm.de.

Flutkatastrophe in Westdeutschland – Pfadfinder*innen helfen

Die Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit ihren katastrophalen Zerstörungen und vor allem den über 170 Todesopfer haben uns zutiefst betroffen gemacht. Es gilt nun, möglichst rasch Hilfe zu leisten und die Betroffenen nicht allein zu lassen.

Dazu haben auch viele Guppen aus unserem Verband ihren Beitrag geleistet, bspw. durch Sammlungen von Sachspenden, Zurverfügungstellung von Notunterkünften und Hilfe beim Aufräumen in den zerstörten Ortschaften. Über die Hilfsaktion des Stammes Greif aus Bruchsal berichtet der SWR: https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/sendung-19-30-uhr-vom-21-7-2021/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE1MDA0OTU/

Direkt betroffen von der Flut sind außerdem auch die Mitglieder aus den DPV-Stämmen in Erftstadt und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für Familien aus dem Stamm Schwarzer Adler aus Ahrweiler, die bei der Flut ihr Haus oder ihr Hab und Gut verloren haben, gibt es eine Spendenaktion.

Wir wünschen allen Betroffenen alles Gute und viel Kraft!

Wir suchen personelle Unterstützung für das Programm „Aufholen“

Der Deutsche Pfadfinderverband sucht Dich ab dem 01.09.2021 als

Assistent*in der Geschäftsführung

auf Basis eines Minijobs mit durchschnittlicher Wochenarbeitszeit von acht Stunden. 

Zur Übernahme von Verwaltungsarbeiten einschließlich der Abrechnung von Förderungen im Rahmen des Programmes „Aufholen“ benötigen wir Unterstützung in der Verbandsgeschäftsstelle, die Interesse und die nötige Ausgeglichenheit für eine reine Schreitischarbeit mitbringt.

Einen Teil Deiner Arbeitszeit solltest Du nach Möglichkeit und nach Absprache in der DPV-Geschäftsstelle in Köln ableisten können, um eine effiziente Zusammenarbeit mit unserem Geschäftsführer zu ermöglichen. 

Zu Deinen Aufgaben zählen:

  • Mitarbeit an der Erstellung der Verwendungsnachweise für abgerechnete Aktivitäten der Bünde im DPV im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ im Kinder- und Jugendplan des Bundes in den Jahren 2021 und 2022
  • Prüfung der Vollständigkeit/Richtigkeit von Aktivitätenabrechnungen der Bünde und Stämme
  • Zusammenarbeit und Austausch im Team der Geschäftsstelle

Wir erwarten von Dir:

  • eigenverantwortliches Arbeiten
  • gute Kenntnisse von MS-Office
  • Teamfähigkeit

Wir bieten Dir:

  • Vergütung von 450 Euro / Monat im Rahmen eines Minijobs
  • die Zusammenarbeit mit unserem Geschäftsführer und einer freundlichen Geschäftsstelle
  • viel Raum für selbständiges Arbeiten und flexible Arbeitszeiten
  • Home-Office
  • ggfs. die für die Ausübung der Tätigkeit benötigte Ausstattung

Die Stelle ist in besonderer Weise für Studierende geeignet, aber auch geöffnet für andere Bewerber*innen. Bevorzugt werden Bewerber*innen mit Vorkenntnissen in administrativen Aufgaben und mit Wohnort Köln und Umgebung, da die Arbeiten dort zusammenlaufen.

Die Stelle ist befristet bis maximal zum 31.12.2022.

Bei Rückfragen wende Dich an Rainer in der Geschäftsstelle, Deine Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richte bitte bis zum 15.08.2021 postalisch oder per E-Mail an die Geschäftsstelle des Verbandes: Deutscher Pfadfinderverband e.V., Robert-Perthel-Str. 79, 50739 Köln, Tel. 0221 5240-18, E-Mail: gs(at)dpvonline.de.

DPV GOLD 2022 – die Planung geht weiter!

Hallo Du,
wir suchen dich und deine Fähigkeiten! Wenn du dich nun fragst, wofür eigentlich? Dann lies erstmal weiter.
Um DPV goLd 2022 so einzigartig und aufregend wie möglich zu gestalten, suchen wir Menschen MIT und OHNE besondere TALENTE.
Du hast eine krasse Fähigkeit, kannst Zaubern, Feuer spucken oder auf Stelzen laufen?
Nein?! Dann kennst du vielleicht jemanden, der etwas Tolles kann oder passende Kontakte hat, die uns bei der DPV Gold-Feierei von Nutzen sein könnten?
Um das mal etwas zu spezifizieren: Wir denken da an alles von Heißluftballon fliegen, über Tattoos stechen, eine Hüpfburg bauen bis hin zu glitzer-funkelnden Acts und Bands. Deiner Fantasie sind erstmal keine Grenzen gesetzt!
Wenn dir auf Anhieb nichts so Extravagantes einfällt, du jetzt aber denkst: “Was?! DPV Gold wird so vielfältig und spannend?! Da will ich mitmachen”, dann meld dich auch gerne bei uns. Ganz gleich ob du gerne bastelst, organisierst oder werkelst…. WIR SUCHEN DICH als Unterstützung des Teams, damit wir dich für einzelne Aufgaben konsultieren können. Wenn du nicht viel Zeit hast, aber einen Keller voller leerer Gläser und Stoffreste, dann nehmen wir dir gerne alles ab.
Auch im Programmteam werden noch motivierte Menschen gesucht: Du hast schonmal oder wolltest schon immer einmal eine Sportveranstaltung moderieren, die verrücktesten Spiele der Welt zusammentragen, den DPV erkunden und anderen näherbringen oder die größten Attraktionen in und um die Burg Ludwigstein entdecken, dann bist du bei uns auch goLd richtig.
Und wenn du bisher nichts passendes für dich gefunden hast, dann gibt es noch etwas für dich: Kaffee ist dein Lebenselixier, du kennst Getränkekreationen, auf die die Welt schon lange wartet oder sitzt einfach gern in einem Café – auch dann bist du bei uns richtig!
Also zusammengefasst: Wenn du Lust hast, dich zeitweise, dauerhaft oder nur mal spontan einzubringen, dann melde dich gerne bei uns und wir erstellen eine Helfer*innen-Kartei, in der wir dich mit aufnehmen.
Falls du noch Fragen oder Anmerkungen hast oder du gleich deine Unterstützung anbieten willst, dann melde dich gerne bei uns.
Unter: info(at)dpvgold.de
Wir freuen uns auf DPV Gold mit Dir!
Glitzernde Grüße von deinem Planungsteam

Stellenausschreibung unseres Mitgliedsbundes Jomsburg – Freier Pfadfinderbund

Mini-Job für bündisches Organisationstalent

Zur Stärkung und Unterstützung unserer Gruppenleiter*innen suchen wir ein bündisches Organisationstalent mit ca. sieben bis zehn Stunden pro Woche ab August 2021 für ein Jahr. Dabei geht es insbesondere darum, beim Neustart nach Corona unsere Gruppenleiter*innen zu entlasten.

Wen wir suchen:

  • Du kommst aus der bündischen Szene & wohnst im Großraum Kiel / Eckernförde
  • Du bist kommunikativ und ein Organisationstalent
  • Du bist teamfähig, arbeitest aber auch gerne selbstständig
  • Du nutzt moderne Medien und bist kreativ
  • Du bist flexibel und spielst vielleicht sogar Gitarre
  • Du bist gut erreichbar und zuverlässig

Deine Aufgaben:

  • Du entlastest organisatorisch unsere Gruppenleiter*innen und Führungskräfte und stimmst Dich eng mit ihnen ab
  • Du motivierst unsere Gruppenleiter*innen, indem Du Fahrten oder Treffen organisierst oder überbündische Teilnahmen koordinierst (wie Bündische Akademie)
  • Du bist Ansprechpartner bei Problemen für unsere Gruppenleiter*innen und hilfst bei der Problemlösung
  • Du organisierst alles, was sich unsere Jugendgruppenleiter wünschen von Gitarrenkurs bis Singerunden, Du hilfst, wo Hilfe gebraucht wird
  • Du nimmst 1 x im Monat an der Bundesrunde teil
  • Du organisierst die Mitgliederwerbung
  • Du unterstützt unser Projekt „neue Website“

Wir bieten:

  • Flexible Zeiteinteilung
  • Bei Interesse einen Schreibtisch auf der Jugendburg Jomsburg zum Arbeiten
  • Einen Mini-Job in der bündischen Jugendarbeit für ein Jahr

Wir freuen uns auf kreative Bewerbungen an shorty(at)jomsburg.de.

Du hast Fragen? Dann wende Dich gerne an Shorty: Tel: 0176 – 1212 3443, www.jomsburg.de

Über uns: Der „Jomsburg – Freier Pfadfinderbund e.V.“ ist eine interkonfessionelle und unpolitische Vereinigung junger Menschen. Er beruft sich auf die bündische Tradition in Deutschland und bekennt sich uneingeschränkt zu den Grundsätzen der freiheitlich demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik Deutschland. Der Bund hat seinen Hauptsitz auf der Jomsburg in Dänisch-Nienhof im Dänischen Wohld und zwei Ortsgruppen in Kiel-Kronsburg und Eckernförde. Im Mittelpunkt unseres Bundes steht das Gruppen- und Fahrtenerlebnis. Unsere Sippen und die Meuten treffen sich (normalerweise) einmal pro Woche zur Gruppenstunde.

Der DPV beim Jugendhilfetag

Vom 18. bis zum 20. Mai 2021 findet der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt – aufgrund der Pandemie allerdings nicht wie ursprünglich geplant in Essen, sondern digital! Auch der Deutsche Pfadfinderverband wird wie schon bei den vergangenen Jugendhilfetagen als Aussteller vertreten sein. Wir freuen uns über viele Besucher an unserem virtuellen Stand!

Daneben gibt es auch ein umfangreiches Fachprogramm. Die Teilnahme am DJHT ist kostenlos und für jeden möglich. Nähere Informationen, die Besucherregistrierung und Programmübersichten finden sich unter www.jugendhilfetag.de.

Und das erwartet euch:

Digitaler Fachkongress
  • ca. 270 Fachforen, Vorträge, Projektpräsentationen, Workshops zu aktuellen Schwerpunktthemen der Kinder- und Jugendhilfe 
  • Fortbildungen und Wissenstransfer durch vielfältige Fachveranstaltungen

Digitale Fachmesse

  • Präsentation von ca. 200 nicht-gewerbliche und gewerblichen Aussteller*innen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und deren Schnittstellenbereiche
  • Kennenlernen, Intensiver Austausch und Networking per Chat mit den Aussteller*innen und im virtuellen Café
  • Messeforen  

Zentrale Veranstaltungen per Live-Stream verfolgen

  • Unterhaltung und spannende Diskussionen zum Thema soziale Gerechtigkeit bei der Eröffnungsveranstaltung, Eröffnung Fachmesse, Kultur-Veranstaltung und Abschlussveranstaltung mit politischen Persönlichkeiten, jungen Menschen und Prominenten
  • Gespräche und Kultur beim Abend der Begegnung

Rahmen- und Begleitprogramm

  • durch das Match-Making-Tool neue Kontakte knüpfen
  • Austausch über den Chat
  • DJHT-Connect: niedrigschwelliger fachlicher oder persönlichen Austausch in kleineren Gruppen 
  • Lunch-Break-Sessions: Diskussion über die Forderungen des Kinder- und Jugendpolitischen Leipapiers
  • Entspannung beim Yoga und in der Bar 
  • Jobbörse  

Ein Tag in Siebenbürgen: Sonne, Kaffee, Rosi und ein altes Foto

Ein Beitrag von Joréy, Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern

Unsere letzte Sippenführer*innenfahrt ist nun schon über ein Jahr her. Die Fahrt fand in einer Zeit statt, in der es für uns Pfadfinder*innen selbstverständlich war, frei durch Europa zu reisen und gemeinsam unterwegs zu sein. Wir konnten vor Ort rumänische Pfadfinder*innen kennenlernen, mit ihnen zusammen wandern und etwas über die Geschichte ihres Landes erfahren. Wir haben viele spannende Menschen getroffen, zusammen mit rumänischen Pfadfindergruppen gespielt, gekocht und Lieder am Lagerfeuer gesungen. Für uns war das alles selbstverständlich.

Heute blicken wir auf diese besondere Fahrt nach Siebenbürgen zurück und denken: „Das war die Zeit, in der noch alles normal war.“ Denn seitdem die Welt durch das Coronavirus in Atem gehalten wird, ist auch für uns Pfadfinder*innen alles anders. Wir treffen uns nur noch online zum Heimabend und die letzte Fahrt mit der Sippe ist auch schon mehrere Monate her.

Wir waren letztes Jahr insgesamt zwei Wochen in Rumänien unterwegs. Wie viel man als Pfadfinder*in schon an einem einzigen Tag erleben kann, macht der folgende Logbuch-Eintrag deutlich. Wir hoffen, dass wir bald wieder zusammen solche Tage erleben können.

Donnerstag, 13.02.2020

Der Morgen bricht an. Eine Jurte steht auf einer leicht mit Schnee bedeckten Wiese. Im Inneren der Jurte entfacht Thelia bereits ein Feuer und Lodua singt mit leiser Stimme ein Lied. Geweckt durch die Klänge der Gitarre schälen sich weitere Pfadfinder und Pfadfinderinnen langsam aus ihren Schlafsäcken. Ihr Atem ist durch kleine Rauchwölkchen in der Luft sichtbar. „Knack-Knack-Knack“. Pjuno prüft den Aggregatzustand der Wasserflaschen – das Wasser ist fast gänzlich gefroren. Das Feuer prasselt nun munter und durch den Kaffee, der herumgereicht wird, kommt langsam auch munteres Leben in die Jurte.

Nach dem Müsli-Frühstück beschließen wir, noch ein Kapitel aus dem Buch „Jacob beschließt zu lieben“ von Catalin Dorian Florescu vorzulesen. Spannend ist, dass uns Rosi am Abend diesen Teil der siebenbürgischen Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen wird. Ihr Vater wurde nach dem 2. Weltkrieg in die Sowjetunion deportiert – so wie zehntausende weitere Menschen aus Rumänien. Rosis Vater musste dort 5 Jahre lang Zwangsarbeit leisten. Danach hat er sich geschworen, seine Heimat Siebenbürgen nie mehr zu verlassen. Und dieses Versprechen hat er gehalten.

Nachdem wir die Jurte abgebaut hatten, wandern wir los. Die Sonne scheint uns warm in die Gesichter. Wir erreichen das nächste Dorf. Der Straßenrand am Ortseingang ist über und über mit Plastikmüll bedeckt. Das Dorf selbst besteht aus schönen Häusern im hier typischen Baustil. Wir setzen uns an den Straßenrand für eine kurze Pause. Aus dieser wurde dann doch eine längere.

Mehr und mehr Leute aus dem Dorf kommen, begrüßen uns und setzen sich dazu. Die Frauen in bunten Faltenröcken und geflochtenen Bändern in den Haaren, die Männer mit Hüten mit breiter Krempe.

Nachdem wir bereits einige Schokis verdrückt hatten, wird Pjuno von einem Mann ein Handy in die Hand gedrückt. Am anderen Ende der Leitung ist ein englisch sprechenden Mann, der fragt, was wir denn wollen. Pjuno antwortet: „We want nothing.“

Auf die Frage, ob wir nicht vielleicht einen Kaffee trinken wollen, lautet die Antwort natürlich anders. So macht uns der Mann mit dem Handy in seinem Laden auf der anderen Straßenseite ein paar Becher Kaffee, die wir sonnenbeschienen am Straßenrand trinken.

Nachdem wir die Kaffeebecher geleert hatten, wurde uns gesagt, dass der Kaffee gleich fertig für uns sei. Kurz zuvor fuhren eine Frau und ein Mann kurz mit dem Auto weg und kamen mit einer Packung Kaffee und Plastikbechern wieder. Es ist also weiterer Kaffee in Arbeit. Kurz darauf wird eine Schale mit Kaffee sowie ein Holzhocker und mehrere Becher nach draußen zu uns getragen. Nachdem wir auch diesen Kaffee ausgetrunken hatten, genießen wir die Sonne und weitere Süßigkeiten am Straßenrand.

Wir bedanken uns bei unseren Gastgeber*innen und wandern weiter nach Alzen, wo Rosi wohnt. Rosi ist eine ältere Dame, die schon viele Generationen von PBMV-Pfadfinder*innen besucht haben. Über mehrere Hügel, vorbei an Weiden und Tieren erreichen wir das Dorf Alzen. Die Hauptstraße ist von vielen bunten Häusern gesäumt, mit großen Toren und hohen Mauern.

Wir treffen Rosi wenig später vor der Dorfkirche, wo sie jedem und jeder von uns die Hand gibt und sagt: „Ich bin Rosi Müller, herzlich willkommen in Alzen.“

Sie schließt uns das Pfarrhaus auf, das im Winter für die Gottesdienste genutzt wird. Wir räumen den kleinen Altar, das Rednerpult und die Stühle beiseite und verabreden uns mit Rosi um halb sieben, da um sieben Uhr „die Nachbarschaft“ kommen und den Raum nebenan im Pfarrhaus für ein Treffen nutzen würde.

In der Zwischenzeit essen wir noch Brot, trinken Tee und wärmen uns etwas auf. Zur verabredeten Zeit kommt Rosi und erzählt uns über Alzen, die Kirche und Siebenbürgen. Rosi hat Alzen in ihrem Leben nur für wenige Jahre verlassen. Sie hat sowohl die Blütezeit ihres Dorfes als auch dessen Niedergang miterlebt. Viele Siebenbürgersachsen haben Alzen und der Region in den letzten Jahren den Rücken gekehrt. Viele von ihnen sind nach Deutschland ausgewandert und kommen nur noch im Sommer in ihre alte Heimat zurück. Die siebenbürgensächsische Kultur gerät immer weiter in Vergessenheit, sagt Rosi. Vor Ort sind nur noch die Alten, die sich an Früher erinnern und der alten Zeit nachtrauern. So eine Zeit des Niedergangs und des Verlusts will Rosi nicht noch einmal erleben, sagt sie.

Ich werfe einen Blick durch die kleinen Scheiben in der Tür und beobachte „die Nachbarschaft“, die sich im Raum nebenan trifft. Ich hole noch einmal die alten Fotos von der Siebenbürgen-Fahrt des PBMV aus dem Jahr 2004 aus meinem Rucksack. Denn einer der Männer kommt mir irgendwie bekannt vor, auch wenn ich ihn noch nie getroffen habe. Wir suchen nach dem passenden Bild und tatsächlich: Herr Schöpp, heute 91 Jahre alt, sitzt im Raum nebenan. Er ist Jäger, Imker, Maler und noch weiteres. In alten Logbucheinträgen von Siebenbürgen-Fahrten ist von ihm mehrmals die Rede, weil er schon viele Pfadfinder*innen vom PBMV getroffen hat. Wir haben ein Foto aus dem Jahr 2004 dabei, das ihn als Imker zeigt. Herr Schöpp ist der Erste, den wir durch eines der Fotos wiedergefunden haben. Wir machen ein Foto mit ihm und schenken ihm das nun 16 Jahre alte Foto, auf dem er zu sehen ist.

Rosi zeigt uns noch die Kirche und wir staunen über die Fresken im Altarraum, die erst vor 10 Jahren unter dem Putz gefunden und nun freigelegt wurden. Wir verabschieden uns von Rosi und essen ein spätes Abendbrot. Nach einem wunderbaren Tag mit vielen tollen Begegnungen und spannenden Geschichten, schlafen wir ausnahmsweise ohne Gute-Nacht-Geschichte ein.

Es wird Zeit…

…für die Doku 8!

Seit Gründung 1970 dokumentiert der DPV sein Selbstverständnis, seine Mitgliedsbünde und die Fragen, die ihn umtreiben und bewegen sowie das vielfältige Leben im Verband und in seinen Bünden.

Damit diese nun vierzig Jahre Verbandsgeschichte dokumentierende und unter Jugendverbänden einzigartige Reihe fortgesetzt werden kann, brauchen wir die Dokumentation 8. Sie soll dem Verband und seinen Bünden zur Öffentlichkeitsarbeit dienen, vor allem aber auch Aktive und Ehemalige aus dem DPV und seinen Bünden zum Schmökern, Erinnern und Pläneschmieden Anstoß geben.

Unser Ziel ist es, die neue Dokumentation im („nachgeholten“ Jubiläumsjahr 2022) herausbringen zu können. Themen gibt es viele: Aktionen wie „Schall&Rauch“, das Verbandslager „Allerhand“, aber auch die vielen kleinen Veranstaltungen des Verbandes und die Highlights aus den Bünden sollen ebenso nicht fehlen, wie die aktuell den Verband prägenden Themen Nachhaltigkeit, Jugendpolitik, Prävention und die Zusammenarbeit mit dem BdP aufgegriffen werden können. Was genau Schwerpunkt werden soll und wie alles in der Dokumentation Eingang finden soll, das wollen wir aber gemeinsam mit dir entscheiden.

Wir freuen uns über viele junge und alte Gesichter aus allen Bünden des Verbandes, die Lust am Schreiben, Gestalten, Bildersammeln, Redigieren, einfach nur Konzeptionieren haben oder aber besonders gut vernetzt im Verband sind und die Fäden zusammenführen möchten.

Bitte leitet dieses Schreiben an alle Menschen aus eurem Bund oder Stamm weiter, die Lust auf die Gestaltung einer solch einmaligen Druckschrift haben oder meldet euch gerne selbst mit eurem Interesse bei Storch(at)dpvonline.de.

Bundesführungstreffen digital

Am letzten Februarwochenende fand das Bundesführungswochenende – natürlich digital – statt.

Wieder einmal ging es selbstverständlich um Corona und das Aufrechterhalten der Jugendarbeit unter Pandemiebedingungen…

Vor allem aber wurden die aktuellen Planungsstände vorgestellt und diskutiert. Und da dürfen wir uns auf viele tolle Veranstaltungen freuen, die hoffentlich bald auch wieder in Präsenz möglich sein werden: Das gemeinsam mit dem BdP ausgerichtete Kennenlernevent für Stämme und Sippen „stadt&spiel“ im eptember 2021 und das Segeln für Stammesführungen im April stehen (unter „Coronavorbehalt“) in den Startlöchern, ebenfalls schon fleißig wird am Verbandslager 2023 gewerkelt. 2022 sehen wir uns zum nachgeholten Verbandsgeburtstag auf Burg Ludwigstein „DPVgoLd“ und beim Rotenburger Seminar „What the fake“.

Daneben haben die Arbeitskreise aus ihrer Tätigkeit berichtet. Die Corona-Pause haben die AKs „DPV3000“ (Nachhaltigkeit) und „Jugendpolitischer Rat“ genutzt und viele neue Ideen entwickelt. Der AK Digitalisierung arbeitet fleißig an einer neuen Cloudlösung und Arbeitshilfe für Planungsteams, die dem Verband bald zur Verfügung stehen, und das Präventionsnetzwerk hat ebenfalls viel vor und bereichert mit seinen Unterstützungsangeboten die Arbeit in den Bünden. Neu eingerichtet wird ein Arbeitskreis, der sich um die Dokumentation 8 des Verbandes kümmern wird.

Wie immer freuen sich alle Planungsteams und Arbeitskreise weiterhin über interessierte Mitstreiter*innen aus den Reihen der Bünde.

Mit gemeinsamen Spieleabenden und verschiedenen Gesprächskreisen kamen aber auch Spaß und Austausch nicht zu kurz. Doch auch wenn es ein gelungenes Wochenende war: Wir freuen uns, wenn wir uns bald wieder von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen können!

Grüße vom Bundesführungstreffen!

Jugendpolitisches Konzept veröffentlicht

Als Jugendverband vertreten wir die (jugend-)politischen Interessen junger Menschen und aller Pfadfinder*innen aus dem Verband. Gleichzeitig setzen wir uns mit Hilfe der pfadfinderischen Pädagogik dafür ein, dass junge Menschen ihre Interessen selbst aktiv vertreten können, dass sie aktive Gestalter*innen der Gesellschaft sind und werden, sowie Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen. Wir vertreten unsere Anliegen in den demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft und bringen unsere Expertise in Fach- und Arbeitsgruppen zu ju-gendpolitischen Themen ein. Diese Arbeit bedarf einer Orientierung gebenden Grundlage. Als Grundlage dient unser im Jahre 2020 verabschiedetes und partizipativ erarbeitetes jugendpolitisches Konzept.