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Ein Tag in Siebenbürgen: Sonne, Kaffee, Rosi und ein altes Foto

Ein Beitrag von Joréy, Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern

Unsere letzte Sippenführer*innenfahrt ist nun schon über ein Jahr her. Die Fahrt fand in einer Zeit statt, in der es für uns Pfadfinder*innen selbstverständlich war, frei durch Europa zu reisen und gemeinsam unterwegs zu sein. Wir konnten vor Ort rumänische Pfadfinder*innen kennenlernen, mit ihnen zusammen wandern und etwas über die Geschichte ihres Landes erfahren. Wir haben viele spannende Menschen getroffen, zusammen mit rumänischen Pfadfindergruppen gespielt, gekocht und Lieder am Lagerfeuer gesungen. Für uns war das alles selbstverständlich.

Heute blicken wir auf diese besondere Fahrt nach Siebenbürgen zurück und denken: „Das war die Zeit, in der noch alles normal war.“ Denn seitdem die Welt durch das Coronavirus in Atem gehalten wird, ist auch für uns Pfadfinder*innen alles anders. Wir treffen uns nur noch online zum Heimabend und die letzte Fahrt mit der Sippe ist auch schon mehrere Monate her.

Wir waren letztes Jahr insgesamt zwei Wochen in Rumänien unterwegs. Wie viel man als Pfadfinder*in schon an einem einzigen Tag erleben kann, macht der folgende Logbuch-Eintrag deutlich. Wir hoffen, dass wir bald wieder zusammen solche Tage erleben können.

Donnerstag, 13.02.2020

Der Morgen bricht an. Eine Jurte steht auf einer leicht mit Schnee bedeckten Wiese. Im Inneren der Jurte entfacht Thelia bereits ein Feuer und Lodua singt mit leiser Stimme ein Lied. Geweckt durch die Klänge der Gitarre schälen sich weitere Pfadfinder und Pfadfinderinnen langsam aus ihren Schlafsäcken. Ihr Atem ist durch kleine Rauchwölkchen in der Luft sichtbar. „Knack-Knack-Knack“. Pjuno prüft den Aggregatzustand der Wasserflaschen – das Wasser ist fast gänzlich gefroren. Das Feuer prasselt nun munter und durch den Kaffee, der herumgereicht wird, kommt langsam auch munteres Leben in die Jurte.

Nach dem Müsli-Frühstück beschließen wir, noch ein Kapitel aus dem Buch „Jacob beschließt zu lieben“ von Catalin Dorian Florescu vorzulesen. Spannend ist, dass uns Rosi am Abend diesen Teil der siebenbürgischen Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen wird. Ihr Vater wurde nach dem 2. Weltkrieg in die Sowjetunion deportiert – so wie zehntausende weitere Menschen aus Rumänien. Rosis Vater musste dort 5 Jahre lang Zwangsarbeit leisten. Danach hat er sich geschworen, seine Heimat Siebenbürgen nie mehr zu verlassen. Und dieses Versprechen hat er gehalten.

Nachdem wir die Jurte abgebaut hatten, wandern wir los. Die Sonne scheint uns warm in die Gesichter. Wir erreichen das nächste Dorf. Der Straßenrand am Ortseingang ist über und über mit Plastikmüll bedeckt. Das Dorf selbst besteht aus schönen Häusern im hier typischen Baustil. Wir setzen uns an den Straßenrand für eine kurze Pause. Aus dieser wurde dann doch eine längere.

Mehr und mehr Leute aus dem Dorf kommen, begrüßen uns und setzen sich dazu. Die Frauen in bunten Faltenröcken und geflochtenen Bändern in den Haaren, die Männer mit Hüten mit breiter Krempe.

Nachdem wir bereits einige Schokis verdrückt hatten, wird Pjuno von einem Mann ein Handy in die Hand gedrückt. Am anderen Ende der Leitung ist ein englisch sprechenden Mann, der fragt, was wir denn wollen. Pjuno antwortet: „We want nothing.“

Auf die Frage, ob wir nicht vielleicht einen Kaffee trinken wollen, lautet die Antwort natürlich anders. So macht uns der Mann mit dem Handy in seinem Laden auf der anderen Straßenseite ein paar Becher Kaffee, die wir sonnenbeschienen am Straßenrand trinken.

Nachdem wir die Kaffeebecher geleert hatten, wurde uns gesagt, dass der Kaffee gleich fertig für uns sei. Kurz zuvor fuhren eine Frau und ein Mann kurz mit dem Auto weg und kamen mit einer Packung Kaffee und Plastikbechern wieder. Es ist also weiterer Kaffee in Arbeit. Kurz darauf wird eine Schale mit Kaffee sowie ein Holzhocker und mehrere Becher nach draußen zu uns getragen. Nachdem wir auch diesen Kaffee ausgetrunken hatten, genießen wir die Sonne und weitere Süßigkeiten am Straßenrand.

Wir bedanken uns bei unseren Gastgeber*innen und wandern weiter nach Alzen, wo Rosi wohnt. Rosi ist eine ältere Dame, die schon viele Generationen von PBMV-Pfadfinder*innen besucht haben. Über mehrere Hügel, vorbei an Weiden und Tieren erreichen wir das Dorf Alzen. Die Hauptstraße ist von vielen bunten Häusern gesäumt, mit großen Toren und hohen Mauern.

Wir treffen Rosi wenig später vor der Dorfkirche, wo sie jedem und jeder von uns die Hand gibt und sagt: „Ich bin Rosi Müller, herzlich willkommen in Alzen.“

Sie schließt uns das Pfarrhaus auf, das im Winter für die Gottesdienste genutzt wird. Wir räumen den kleinen Altar, das Rednerpult und die Stühle beiseite und verabreden uns mit Rosi um halb sieben, da um sieben Uhr „die Nachbarschaft“ kommen und den Raum nebenan im Pfarrhaus für ein Treffen nutzen würde.

In der Zwischenzeit essen wir noch Brot, trinken Tee und wärmen uns etwas auf. Zur verabredeten Zeit kommt Rosi und erzählt uns über Alzen, die Kirche und Siebenbürgen. Rosi hat Alzen in ihrem Leben nur für wenige Jahre verlassen. Sie hat sowohl die Blütezeit ihres Dorfes als auch dessen Niedergang miterlebt. Viele Siebenbürgersachsen haben Alzen und der Region in den letzten Jahren den Rücken gekehrt. Viele von ihnen sind nach Deutschland ausgewandert und kommen nur noch im Sommer in ihre alte Heimat zurück. Die siebenbürgensächsische Kultur gerät immer weiter in Vergessenheit, sagt Rosi. Vor Ort sind nur noch die Alten, die sich an Früher erinnern und der alten Zeit nachtrauern. So eine Zeit des Niedergangs und des Verlusts will Rosi nicht noch einmal erleben, sagt sie.

Ich werfe einen Blick durch die kleinen Scheiben in der Tür und beobachte „die Nachbarschaft“, die sich im Raum nebenan trifft. Ich hole noch einmal die alten Fotos von der Siebenbürgen-Fahrt des PBMV aus dem Jahr 2004 aus meinem Rucksack. Denn einer der Männer kommt mir irgendwie bekannt vor, auch wenn ich ihn noch nie getroffen habe. Wir suchen nach dem passenden Bild und tatsächlich: Herr Schöpp, heute 91 Jahre alt, sitzt im Raum nebenan. Er ist Jäger, Imker, Maler und noch weiteres. In alten Logbucheinträgen von Siebenbürgen-Fahrten ist von ihm mehrmals die Rede, weil er schon viele Pfadfinder*innen vom PBMV getroffen hat. Wir haben ein Foto aus dem Jahr 2004 dabei, das ihn als Imker zeigt. Herr Schöpp ist der Erste, den wir durch eines der Fotos wiedergefunden haben. Wir machen ein Foto mit ihm und schenken ihm das nun 16 Jahre alte Foto, auf dem er zu sehen ist.

Rosi zeigt uns noch die Kirche und wir staunen über die Fresken im Altarraum, die erst vor 10 Jahren unter dem Putz gefunden und nun freigelegt wurden. Wir verabschieden uns von Rosi und essen ein spätes Abendbrot. Nach einem wunderbaren Tag mit vielen tollen Begegnungen und spannenden Geschichten, schlafen wir ausnahmsweise ohne Gute-Nacht-Geschichte ein.

Der etwas andere Geburtstag

am 21.06.2020 ist der DPV 50 Jahre alt geworden. Eine große Sause war im September geplant. Einladungen wurden bereits geschrieben und das Rezept für die Geburtstagstorte erprobt. Nun wissen wir alle, wie das letzte Jahr verlief – eine große Sause war nicht möglich. Stattdessen hat sich ein „Radio goLd“ Team gebildet und die einmalige Chance genutzt, in einem kleinen Radiostudio in Eschwege? Fünf Stunden „Radio goLd“ zu senden.

Das Programm war ein voller Erfolg und das Team kam den Bitten der Zuhörenden nach, das Radioprogramm weiterhin zur Verfügung zu stellen. Hier kannst du dir nun unser „Radio goLd“ anhören (aufgrund der Musikrechte, musste diese herausgeschnitten werden). Das komplette Programm, auch mit Musik findest du hier:

PS: Wusstest du schon, dass es jetzt auch einen Podcast gibt? Das Team „Radio goLd“ macht weiter. Schau mal hier und hör dir den neuen Liliencast an.

Es wird Zeit…

…für die Doku 8!

Seit Gründung 1970 dokumentiert der DPV sein Selbstverständnis, seine Mitgliedsbünde und die Fragen, die ihn umtreiben und bewegen sowie das vielfältige Leben im Verband und in seinen Bünden.

Damit diese nun vierzig Jahre Verbandsgeschichte dokumentierende und unter Jugendverbänden einzigartige Reihe fortgesetzt werden kann, brauchen wir die Dokumentation 8. Sie soll dem Verband und seinen Bünden zur Öffentlichkeitsarbeit dienen, vor allem aber auch Aktive und Ehemalige aus dem DPV und seinen Bünden zum Schmökern, Erinnern und Pläneschmieden Anstoß geben.

Unser Ziel ist es, die neue Dokumentation im („nachgeholten“ Jubiläumsjahr 2022) herausbringen zu können. Themen gibt es viele: Aktionen wie „Schall&Rauch“, das Verbandslager „Allerhand“, aber auch die vielen kleinen Veranstaltungen des Verbandes und die Highlights aus den Bünden sollen ebenso nicht fehlen, wie die aktuell den Verband prägenden Themen Nachhaltigkeit, Jugendpolitik, Prävention und die Zusammenarbeit mit dem BdP aufgegriffen werden können. Was genau Schwerpunkt werden soll und wie alles in der Dokumentation Eingang finden soll, das wollen wir aber gemeinsam mit dir entscheiden.

Wir freuen uns über viele junge und alte Gesichter aus allen Bünden des Verbandes, die Lust am Schreiben, Gestalten, Bildersammeln, Redigieren, einfach nur Konzeptionieren haben oder aber besonders gut vernetzt im Verband sind und die Fäden zusammenführen möchten.

Bitte leitet dieses Schreiben an alle Menschen aus eurem Bund oder Stamm weiter, die Lust auf die Gestaltung einer solch einmaligen Druckschrift haben oder meldet euch gerne selbst mit eurem Interesse bei Storch(at)dpvonline.de.

Bundesführungstreffen digital

Am letzten Februarwochenende fand das Bundesführungswochenende – natürlich digital – statt.

Wieder einmal ging es selbstverständlich um Corona und das Aufrechterhalten der Jugendarbeit unter Pandemiebedingungen…

Vor allem aber wurden die aktuellen Planungsstände vorgestellt und diskutiert. Und da dürfen wir uns auf viele tolle Veranstaltungen freuen, die hoffentlich bald auch wieder in Präsenz möglich sein werden: Das gemeinsam mit dem BdP ausgerichtete Kennenlernevent für Stämme und Sippen „stadt&spiel“ im eptember 2021 und das Segeln für Stammesführungen im April stehen (unter „Coronavorbehalt“) in den Startlöchern, ebenfalls schon fleißig wird am Verbandslager 2023 gewerkelt. 2022 sehen wir uns zum nachgeholten Verbandsgeburtstag auf Burg Ludwigstein „DPVgoLd“ und beim Rotenburger Seminar „What the fake“.

Daneben haben die Arbeitskreise aus ihrer Tätigkeit berichtet. Die Corona-Pause haben die AKs „DPV3000“ (Nachhaltigkeit) und „Jugendpolitischer Rat“ genutzt und viele neue Ideen entwickelt. Der AK Digitalisierung arbeitet fleißig an einer neuen Cloudlösung und Arbeitshilfe für Planungsteams, die dem Verband bald zur Verfügung stehen, und das Präventionsnetzwerk hat ebenfalls viel vor und bereichert mit seinen Unterstützungsangeboten die Arbeit in den Bünden. Neu eingerichtet wird ein Arbeitskreis, der sich um die Dokumentation 8 des Verbandes kümmern wird.

Wie immer freuen sich alle Planungsteams und Arbeitskreise weiterhin über interessierte Mitstreiter*innen aus den Reihen der Bünde.

Mit gemeinsamen Spieleabenden und verschiedenen Gesprächskreisen kamen aber auch Spaß und Austausch nicht zu kurz. Doch auch wenn es ein gelungenes Wochenende war: Wir freuen uns, wenn wir uns bald wieder von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen können!

Grüße vom Bundesführungstreffen!

Jugendpolitisches Konzept veröffentlicht

Als Jugendverband vertreten wir die (jugend-)politischen Interessen junger Menschen und aller Pfadfinder*innen aus dem Verband. Gleichzeitig setzen wir uns mit Hilfe der pfadfinderischen Pädagogik dafür ein, dass junge Menschen ihre Interessen selbst aktiv vertreten können, dass sie aktive Gestalter*innen der Gesellschaft sind und werden, sowie Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen. Wir vertreten unsere Anliegen in den demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft und bringen unsere Expertise in Fach- und Arbeitsgruppen zu ju-gendpolitischen Themen ein. Diese Arbeit bedarf einer Orientierung gebenden Grundlage. Als Grundlage dient unser im Jahre 2020 verabschiedetes und partizipativ erarbeitetes jugendpolitisches Konzept.

Dr. Wolf-Rainer Dix (Dixi)

Dixi ist tot.

Mit Dixi verliert der Deutsche Pfadfinderverband einen seiner „Gründerväter“, der in den Anfangsjahren des Verbandes, aber auch lange darüber hinaus mit unerschöpflichen Elan sowohl als Bundesführer des Pfadfinderbundes Nord als auch auf vielfache Weise im DPV selbst die Richtung des Verbandes nachhaltig prägte.

Schon bei der Gründung des Verbandes im Jahr 1970 war Dixi beteiligt. 1977 bis 1980 wirkte er als stellvertretender Vorsitzender im Verbandsvorstand, bis 1986 als Referent des Vorstandes. Lange Zeit war er maßgeblich für das Schrifttum des Verbandes verantwortlich, beginnend mit der Informationsschrift FORUM, später und über viele Jahre als Herausgeber der Zeitschrift FLEX.

Dixi war ein Mann der Tat. Er gründete das Ponyprojekt des Pfadfinderbundes Nord und den Hamburger Singewettstreit – bis heute eine der größten überbündischen Veranstaltungen in der Jugendbewegung.

Tausende Kinder und Jugendliche – heute Erwachsene – verdanken Dixi unvergessliche Erlebnisse und bereichernde Erfahrungen. Mit der Leitung der richtungsweisenden Verbandslager „Cavalcade“ 1978 und „Historischer Zug“ 1982, aber auch den großen Verbandsaktionen „Grüne Hand“ und „Buntes Herz“ setzten Dixis Ideen Maßstäbe für die Arbeit des DPV, auf die wir auch heute noch aufbauen. 

Dixi wird uns fehlen. Wir werden ihn nicht vergessen.

Der Vorstand des Deutschen Pfadfinderverbandes

stadt&spiel

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Was ist das stadt&spiel?

Eine Stammesaktion in ganz Deutschland!

BdP- und DPV- Stämme treffen sich und spielen gemeinsam am Samstag ein großes Stadtgeländespiel in verschiedenen Städten in Deutschland.
Das Wochenende dient der Vernetzung von zwei wunderbaren, interkonfessionellen Verbänden.

Mehr erfährst Du auch auf der Informationsseite „www.bdp-dpv.de“.

Wann findet das stadt&spiel statt?

Freitag 17. bis Sonntag 19. September 2021

Wer kann mitmachen?

Jeder Stamm – egal welche Größe, egal aus welcher Region – darf teilnehmen!
Zielgruppe: 10-15 Jahre (Gruppen mit Leitung/ Pfadfinder*innenstufe) – die Gruppenleitung trägt die Verantwortung für die Teilnehmenden.
Stammesführungen und Helfende können gerne bei der Umsetzung des Spieles helfen.

Wie viel kostet das stadt&spiel?

Voraussichtlich liegt der Teilnehmenden-Beitrag bei maximal 10,00 € pro Person.
Fahrt- und Verpflegungskosten müssen selbst übernommen werden.

Warum machen wir diese coole Aktion?

Wir wollen uns über mehrere Städte vernetzen, gemeinsam und gegeneinander spielen, neue Stämme kennenlernen, ein cooles Wochenendlagererlebnis haben sowie einen neuen Verband kennenlernen.

Was muss ich tun?

Damit Du am 01. März 2021 gleich mit dem Anmeldetool starten kannst, überlege Dir mit deinem Stamm folgende Punkte und suche diese Daten zusammen:

Wichtig! Du kannst alle Daten bis zum 01. Mai 2021 noch ändern, da alles gespeichert wird. Also lieber gleich schon eintragen!

1. Eine Ansprechperson für das stadt&spiel, die wir für die Kommunikation benötigen, soll sich über ihre E-Mail Adresse im Tool anmelden.

2. Teilnehmende anmelden; folgende Teilnehmenden-Gruppen haben wir:

Teilnehmende: Das sind die Gruppenkinder, die aktiv am Spiel teilnehmen: Alter 10-16 Jahre
Gruppenleitungen: Auch diese nehmen aktiv am Spiel teil, sollten aber Aufsichtspflichten erfüllen
Stammesvertretung: Hier sind lediglich wenige Menschen pro Stamm notwendig (max. 3, eher weniger), sie sind aktive SpielerInnen mit Koordinationsaufgaben
Helferlein: Alle, die keine Lust haben auf der aktiven Spielseite zu stehen, sondern lieber hinter oder auf der Bühne die Fäden ziehen wollen, können sich gerne melden

3. Heim oder nicht?

Habt ihr ein Heim, das folgendes hat: Möglichkeiten zum Kochen (Herd/Feuerstelle), ausreichend Toiletten und fließend Wasser?
Ja oder nein?
Wollt ihr einen Stamm einladen oder wollt ihr es anderen Stämmen zur Verfügung stellen?

4. Wo wollt ihr hin?

Wollt ihr in eurer Stadt bleiben oder bei euch in der Nähe?
Wollt ihr weit weg, am liebsten quer durch Deutschland?
Ist es euch egal?
Habt ihr einen Wunsch?

5. Partnerstamm: Dein Stamm trifft auf einen anderen Stamm; überlegt euch doch einen netten Text an deinen noch unbekannten Partnerstamm

6. Anderes Heim/Lagerplatz: Ihr kennt noch einen guten Ort, wo Stämme unterkommen können? Schreibt sie uns auf!

Wenn Du Alles hast kannst Du am 01. März 2021 gleich mit der Anmeldung starten!

Wir freuen uns auf Dich und deinen Stamm!

Das Planungsteam vom stadt&spiel

Hör mir auf mit Tellerrand! – Eine kritische Bildungsreihe für Pfadfinder*innen

Unsere Freunde*innen vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) haben eine interessante Online-Bildungsreihe organisiert, zu der auch Interessierte aus dem DPV eingeladen sind und die wir euch ans Herz legen wollen.

Das schreibt der veranstaltende AK Flucht und Asyl:

Worum geht es?

Wir wollen eine bunte Mischung an Themen mit euch beleuchten! Was ist Klimagerechtigkeit, und was hat der Klimawandel mit Fluchtbewegungen zu tun? Was ist die Verbindung zwischen Kolonialismus und dem BdP/Pfadfindern heute, und warum reden wir so wenig darüber? Was können wir als Pfadfinder*innen gegen Verschwörungsideologien tun? Gibt es so etwas wie strukturellen Rassismus auch im BdP/bei den Pfadfindern?  Mit diesem und anderen Themen möchten wir uns gemeinsam mit euch auseinandersetzen, mithilfe von Workshops und Vorträgen externer und interner Referent*innen. Dabei wollen wir immer im Blick behalten, wo Handlungsoptionen für jede*n einzelne*n von uns, und vor allem uns als Pfadfinder*innen, liegen.

Wann?

Ab dem 14. Januar 2021 jeden zweiten Donnerstagabend (14.01., 28.01., 11.02.., 25.02., 11.03., 18.03., Abschlussdiskussion: 22.04.). Eine ausführlichere Übersicht, welches Thema für welches Datum geplant ist, findet ihr weiter unten.

Wo?

Online natürlich! Der Nachteil? Es gibt kein gemütliches gemeinsames Singen am Lagerfeuer danach. Der Vorteil? Statt langen Zugfahrten könnt ihr einfach auf dem Sofa sitzen bleiben!

Für wen?

Die Bildungsreihe richtet sich vor allem an Rover, aber natürlich sind auch alle anderen Interessierten, egal ob älter oder jünger, herzlich eingeladen, teilzunehmen. Übrigens auch aus anderen Verbänden!

Wie bekomme ich mehr Infos? Und muss ich mich anmelden?

Unter bdp.de/tellerand wird laufend aktualisiert und werden z.B. Kurzbeschreibungen der einzelnen Themen zur Verfügung gestellt. Falls ihr jetzt schon wisst, dass ihr an einem oder mehreren Themen interessiert seid, schreibt einfach eine E-Mail an: @. Darin stehen sollte euer Name, euer Bund, und ob ihr Infos zu der ganzen Veranstaltungsreihe oder nur zu einzelnen Themen bekommen wollt. Wir halten euch dann über die genaue Uhrzeit, Einwahldaten etc. auf dem Laufenden.

Was passiert wann?

14. Januar: Klimagerechtigkeit und der Kampf gegen Rechts; mit Referent*innen vom Kipppunkt Kollektiv

28. Januar: Kolonialismus und Pfadfinden; mit der neugegründeten BdP AG Kolonialismus

11. Februar: Privilegien hinterfragen; mit internen Referent*innen aus dem BdP

25. Februar: Internationaler Tag des friedlichen Zusammenlebens am 16. Mai; mit Referent*innen aus dem BMPPD

11. März: Verschwörungsideologien; mit eine*m Referent*in der Amadeu Antonio Stiftung

18. März: Struktureller Rassismus in der Jugendverbandsarbeit

24. April: Abschlussveranstaltung

Alle guten Wünsche zum Jahreswechsel

Liebe Pfadfinder*innen, liebe Freunde*innen des DPV!


Ein ungewöhnliches und herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Ein Jahr, das unser Zusammenleben in einer Weise geprägt und radikal verändert hat, die uns vorher unvorstellbar schien. Ein Jahr, das Superlative und Durchhalteparolen provozierte, die ihr alle kennt und wahrscheinlich nicht mehr hören oder lesen wollt. Wie verständlich!

Wenn wir auf das zurückliegende DPV-Jahr blicken, entdecken wir vor allem eines: Engagierte junge Menschen in Bünden und Verband, die mit enormem Einsatz dafür gekämpft haben, ihre Arbeit fortzusetzen und weiterzuentwickeln!

Chapeau: Ihr habt viel erreicht. Die mehreren hundert „erkämpften“ Großfahrten sind nur ein Beispiel dafür. Daneben stehen die unzähligen digitalen Alternativen, die entwickelt, erprobt und etabliert wurden – auch wenn sie eigentlich keine Alternative für unsere Arbeit sind, die von der persönlichen Begegnung und der Entwicklung in den durch enge Beziehungen geprägten Gemeinschaften lebt, so ist es doch Zeichen der Stärke unserer Gemeinschaft(en), dass sie auch einen Verzicht in dieser Art überstehen und daran weiter wachsen können.

Natürlich bleibt unsere Perspektive: Rückkehr zu unseren bewährten und notwendigen persönlichen Formaten, so schnell wie möglich. Und um das zu erreichen, setzen wir, so lange es eben notwendig ist, auf die „Alternativen“, von denen manche ja womöglich als Ergänzung auch in Zukunft unsere Arbeit bereichern.

Liebe engagierte Menschen im DPV und den Bünden, wir danken euch ganz ausdrücklich für euren besonnenen, kreativen und zuverlässigen Einsatz für die gemeinsame Sache! Genauso danken wir allen Unterstützer*innen unserer Arbeit für das Verständnis unserer Bedarfe unter den besonderen Bedingungen und das flexible Reagieren darauf!

Wir wünschen euch einen besinnlichen Jahresausklang, der Mut und Zuversicht für euch und die Menschen und Projekte, die euch wichtig sind, im kommenden Jahr bringen möge!

Herzlich gut Pfad, allzeit bereit und – bleibt gesund!

Euer Vorstand und eure Mitarbeiter in der Geschäftsstelle

Gemeinsame Vorstandssitzung BdP-DPV

Mittlerweile ist es eine lange Tradition, dass einmal im Jahr die Vorstände der beiden großen interkonfessionellen Pfadfinderverbände gemeinsam tagen. Der gemeinsame Austausch – der in diesem Jahr leider nicht persönlich, sondern coronabedingt nur digital stattfinden konnte – hat auch schon sehr konkrete Früchte getragen, z.B. in Form gemeinsamer Veranstaltungen wie zuletzt Schall und Rauch, dem Pfadfinderfestival.

Auch für die Zukunft sind wieder gemeinsame Veranstaltungen geplant, nämlich das Rotenburger Seminar zum Thema „Fake News“ und eine dezentrale Städtespiel-Aktion, bei der sich BdP- und DPV-Gruppen gegenseitig besuchen. Während wir das Rotenburger Seminar aufgrund der Pandemielage leider verschieben müssen, hoffen wir sehr, dass unsere Stämmeaktion im September 2021 wie geplant stattfinden kann.

Insbesondere diese Veranstaltung folgt dem Ziel, auch die örtlichen und regionalen Strukturen beider Verbände zu vernetzen, da wir glauben, dass – neben dem persönlichen Gewinn des Kennenlernens Gleichgesinnter und neuer Herangehensweisen – beide Seiten davon nur profitieren und Synergien nutzen können. Auf unserer diesjährigen Sitzung haben wir dieses Ziel noch einmal reflektiert und bestätigt und wollen in den nächsten Jahren gemeinsam weiter daran arbeiten.

Stämme, die schon Lust bekommen haben, auch den Blick über den Tellerrand zu wagen und sich unverbindlich für die Stämmeaktion in 2021 anmelden oder weitere Informationen erhalten möchten, melden sich bitte bei Many oder Naoné. Demnächst wird auch die Homepage zur Aktion online gehen, die in der Folge auch über weitere gemeinsame Aktionen beider Verbände informieren wird.