Jugendpolitik

Der deutsche Pfadfinderverband (DPV) ist ein interkonfessioneller und parteipolitisch unabhängiger Dachverband für ebensolche Pfadfinderbünde und -gemeinschaften. Er vertritt die Interessen von ca. 29000 Jugendlichen im Alter von 7 – 17 Jahren im gesamten Bundesgebiet und ist als gemeinnützig anerkannt. Wir halten uns dabei fern von jeder Parteipolitik, sind dabei aber jugendpolitisch aktiv. Alle politischen Entscheidungen von heute betreffen Kinder und Jugendliche von heute mindestens doppelt: heute als Kinder und Jugendliche sowie als die Erwachsenen von morgen. Deswegen vertreten wir die (jugend-)politischen Interessen junger Menschen und aller Pfadfinder. Gleichzeitig setzen wir uns mit Hilfe der pfadfinderischen Pädagogik dafür ein, dass junge Menschen ihre Interessen selber aktiv vertreten können, dass sie aktive Gestalter der Gesellschaft sind und werden, Verantwortung für sich und andere übernehmen. Wir vertreten unsere Anliegen in den demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft (Zum Beispiel im Deutschen Bundesjugendring) und bringen unsere Expertise in Fach- und Arbeitsgruppen zu jugendpolitischen Themen ein (zum Beispiel Arbeitsgruppe Europäische Jugendpolitik im Deutschen Bundesjugendring). Gemäß der pfadfinderischen pädagogischen Grundsätze leben wir echte Partizipation sowie Demokratie von klein auf. Partizipation darf in unseren Augen kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss mit Leben gefüllt werden. Unsere Arbeit bietet vielfältige Lernfelder und Erfahrungsmöglichkeiten, die junge Menschen darin unterstützen selbstständig zu werden und ihr Lebensumfeld tatsächlich mitzugestalten: Sei es im täglichen Leben der lokalen Jugendgruppen, im Pfadfinderlager, auf internationalen Jugendbegegnungen, während unserer Seminare zur politischen Bildung oder in Leitungs- und Führungsteams von der lokalen bis zur Bundesebene. Relative junge Menschen übernehmen in unseren Mitgliedsverbänden relativ früh relativ große Verantwortung. Dabei werden sie durch erfahrene Führungskräfte begleitet und ausgebildet (zum Beispiel Juleica). Eine vielfältige und inklusive Gesellschaft ist dabei für uns das Ziel und wie leben diese Prämissen in unseren Gruppen. Wir vertreten bei unserem Tun die Auffassung, dass Lernen lebenslang stattfindet. Als Akteure der außerschulischen Bildung sehen wir uns Pfadfinder als Experten der non-formalen Bildung und sehen eine hohen Wert im ganzheitlichen Lernbegriff, der neben der formalen und institutionellen Bildung das informelle und non-formale Lernen einschließt. Pfadfinden vermittelt wesentliche Kompetenzen, die jungen Menschen helfen, ihr Leben in die eigene Hand zunehmen und die Gesellschaft mitzugestalten.