Neues Förderprogramm der Europäischen Union

Das Europäische Solidaritätskorps ist das neue Förderprogramm der Europäischen Union. Junge Menschen können sich in Projekten im eigenen Land oder im Ausland engagieren. Diese Projekte kommen Menschen in ganz Europa zugute. Das geht z. B. in Freiwilligenprojekten, aber auch in Jobs und Praktika oder aber in Solidaritätsprojekten. Der erste Schritt, um mitzumachen, ist eine Registrierung im ESK Portal: www.europa.eu/youth/solidarity_de

Mehr Infos findet ihr hier im Flyer: Infoflyer-Solidaritätsprojekte

Zuschüsse verheimlichen, in Hotels tagen, nur noch auf Matratzen schlafen? Über die Arbeit im DPV-Vorstand

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Dass im September – wie alle drei Jahre – die Wahlen zum DPV-Vorstand anstehen, ist für sich schon ein ganz guter Grund, mal ein wenig darüber zu erzählen, wie Vorstandsarbeit im Verband eigentlich aussieht. Und abgesehen vom aktuellen Anlass ist es vielleicht auch so interessant, etwas mehr darüber zu erfahren; denn obwohl wir, denke ich, nicht wahnsinnig intransparent arbeiten, ist die Vorstellung zur Vorstandsarbeit doch bei vielen ziemlich vage und vielleicht auch eher von Vorurteilen im Sinne der Überschrift geprägt ;-)…

Die in meinen Augen sehr hilfreiche Erkenntnis für jedes pfadfinderische Führungsamt gilt unbedingt auch für die Arbeit im DPV: wenig muss. Das scheint mir erwähnenswert, denn der Blick auf den Verband mit seiner Vielzahl und Vielfalt an Mitgliedern, die alle noch in eigenständigen und durchaus unterschiedlichen Bünden beheimatet sind, legt doch irgendwie nahe, dass die Vorstandsarbeit vor allem im Verwalten und im Jonglieren unterschiedlicher Interessen liegt. Und dann noch irgendwas mit Versicherungen.
Tatsächlich gibt es aber auch hier keine verbindliche Gebrauchsanweisung oder riesige Sammlung innendienstlicher Pfadfinderpflichten, die von allen erledigt werden müssen, damit nicht in Kürze alles auseinanderfällt. Es ist auch im DPV-Vorstand sehr gut möglich, sich zu überlegen, wo Schwerpunkte gesetzt werden sollen, in welchen Bereichen man sich selbst wie engagieren möchte, auf welche Art man überhaupt in diesem Kreis zusammenarbeiten möchte, in welchem Rahmen die Vorstandstreffen stattfinden usw.
Als unverzichtbar erscheint mir, dabei aufrichtig und Hand in Hand mit den Bünden zu arbeiten. Klar darf und soll der Vorstand mit seiner Position und Perspektive auch ein Impulsgeber in den Verband hinein sein, versucht er aber eine Agenda abseits der aktiven Arbeit seiner Mitglieder zu verfolgen, kann das nicht gutgehen. Einen offenen und produktiven Austausch über die Bedürfnisse der Bünde gegenüber dem Verband hinzubekommen und sich gemeinsam und einigermaßen kontinuierlich darauf zu einigen, wie die Ziele im Verband erreicht werden können, ist also eine zentrale Vorstandsaufgabe. Und das kann in einem so vielstimmigen Verband auch mal mühsam sein, ist es aber meiner Erfahrung nach am Ende fast nie – ganz im Gegenteil sogar.

Neben dieser allgemeineren Grundlinie gibt es dann natürlich ein paar Dinge, die – wenn auch in der Umsetzung durchaus variabel – für einen Vorstand fix sind: regelmäßige Vorstandstreffen, das Bufütreffen und die Mitgliederversammlung. Und da der DPV idealerweise eben doch etwas mehr sein möchte als die Deutsche Pfadfinderversicherung, steht es dem Verband auch ansonsten ganz gut zu Gesicht, regelmäßig auf Aktionen erlebbar zu sein. Diese Veranstaltungen in der Planung und Durchführung zu begleiten gehört also auch zur Aufgabe des Verbandsvorstands – wenngleich durchaus nicht jeder Arbeits- und Vorbereitungskreis von Personen des Vorstands (mit-)getragen werden muss.
Apropos Pfadfinderversicherung, natürlich geht es trotz voriger Beschwichtigungen nicht ganz ohne die Schreibtischarbeit. Einen sehr großen Anteil der Verwaltungstätigkeiten übernimmt im DPV aber dankenswerterweise die hauptamtliche Geschäftsstelle.

Organisatorisch läuft die Vorstandsarbeit im Moment so ab, dass wir neben der MV und dem Bufütreffen etwa viermal im Jahr auf unseren Vorstandstreffen zusammenkommen; zum Jahresende tagen wir dabei immer gemeinsam mit dem BdP-Vorstand. Wie auf anderen Ebenen üblich, gibt es auch im DPV überdauerndere Ziele und Aufgaben und eher kurzfristiger angelegte Projekte. Je nach eigener Zuständigkeit geht zwischen den festen Treffen so jede*r den eigenen übernommenen Aufgaben nach – mal eher alleine, mal zu zweit oder zu mehreren. Der Austausch innerhalb unseres Teams (oder Einzelnen darin) ist zwischen diesen Treffen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Als feste Größe hat sich dabei etabliert, dass wir einmal im Monat eine Telefonkonferenz abhalten, um über die wichtigsten aktuellen Dinge gemeinsam zu sprechen und möglichst viele aus dem Team über die verschiedenen laufenden Themen auf Stand zu halten.

Und nun ließe sich nach diesem ziemlich kurzen Abriss noch wirklich vieles über die Vorstandsarbeit schreiben, vom Konzeptionell-Abstrakten bis zum ganz Konkreten. Und wer sich tatsächlich weiter interessiert, welche genauen Erfahrungen und Entscheidungen der (Zusammen-)Arbeit es im aktuellen Vorstand gibt, kann sehr(!) gerne nachfragen. Das jedoch in diesem Rahmen weiter auszubreiten, erschiene mir persönlich auch ein Stück weit als anmaßend, da es eben vermitteln würde, dass es weitaus mehr Verbindliches gäbe als das eigentlich Fall ist. Sehr viel in der Gestaltung der Vorstandsarbeit ist auch im DPV wirklich variabel und sich dieser Variabilität ganz aktiv bewusst zu sein, halte ich für sehr wichtig – nicht zuletzt für diejenigen, die sich vorstellen können, sich ab September auf dieser Ebene zu engagieren.
Um ein paar Allgemeingültigkeiten zum Schluss komme ich dann aber doch nicht herum: In diesem Verband lässt sich auf unterschiedlichste Arten mit sehr feinen Leuten Gutes tun und Freude dabei haben. Und, ganz von Herzen: Er ist es unbedingt wert, sich für ihn zu engagieren! Das geht im Vorstand ganz gut.

Was passiert mit unserem Planeten?

Was passiert mit unserem Planeten?

Passend zu unserem letzten Blogbeitrag zu den Fridays for Future-Demos, berichtet Alma, was genau mit dem Planeten passiert und was wir alle in unserem täglichen Leben ändern können für den Klimaschutz. Alma stammt aus dem DPBM und geht regelmäßig freitags in Köln streiken.

Der Treibhauseffekt- Der Grund weshalb unsere Erde sich immer weiter aufheizt

Die Rolle des „Bösewichts“ spielt hauptsächlich das CO2, welches natürlich und in großen Mengen in der Erdatmosphäre vorkommt. Zudem ist Kohlenstoffdioxid ein natürliches Nebenprodukt der Zellatmung und entsteht bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas.

Um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, muss der Temperaturanstieg in der erdnahen Atmosphäre im Vergleich zur vorindustirellen Zeit (19.Jahrhundert) auf deutlich unter 1,5 Grad begrenzt werden. Dieser Wert widerspricht dem Weltklimavertrag von Paris, der von einer zwei Grad Grenze spricht. Laut Wissenschaftlern, die für den UN- Klimarat IPCC (Interngovernmental Panel on Climate Change) forschen, steuere sonst die Welt auf eine Katastrophe zu. Zum Vergleich: Ohne zusätzliche Anstrengungen würde sich die Welt im Zeitraum 2030 bis 2052 um drei Grad erwärmen.

Wir liegen kurz davor eine Kettenreaktion hervorrufen, die eine gigantische Klimakrise mitsichbringen würde und damit nicht nur unser Leben, sondern das Leben zahlreicher Generation nach uns beeinflussen würde. Und das nicht im positiven Sinne. Um schwerwiegenden Folgen unseres Verhaltens zu verhindern, müssen wir unseren Kohlenstoffdioxid- Ausstoß senken. „Die nächsten 10 Jahre werden entscheidend sein“, so Klimaforscher Hans-Otto Pörtner, Verfasser des Sonderberichts zur globalen Erwärmung von 1,5 Grad des IPCC.

– Wir tragen nicht nur die Verantwortung für uns, sondern auch für zahlreiche Ökosysteme und tausende von Arten und ihr Bestehen auf IHRER Erde-

Was passiert ist weil wir nicht gehandelt haben und sich weiterhin verstärken wird, wenn wir die CO2- Bilanz nicht senken

1. Klimaflüchtlinge und Kämpfe ums Wasser durch weltweite Dürren
2. Neue Krankheiten durch Verschiebung der Klimazonen
3. Hitzewellen- und perioden
4. Probleme bei der Stromversorgung
5. Verheerende Stürme in Europa
6. Gigantisches Artensterben
7. Bedrohung der Heimat von Küstenbewohner
8. Sterbende Ozeane
9. Waldbrände
10. Polarpeitschen und extreme Kälteeinbrüche

Die Ernsthaftigkeit der Lage ist nicht zu übersehen.

Alma (Stamm Karthago- Persepolis, DPBM)

Quellen:
https://www.ipcc.ch/people/hans-otto-portner/
„Die Erde rechnet“, Claus-Peter Hutters
Hamburger Abendblatt, Dokumentation „Fridays for future“ (erschienen im Januar 2019)

Was DU gegen den Klimawandel tun kannst

Auch wenn es zuerst hoffnunglos scheinen mag und die Gedanken daran, dass es ja „die Aufgabe der Politik sei etwas zu ändern“ und dass man alleine „in dieser Welt nichts bewirken kann“ verlocken sind, ist es Fakt, dass jeder etwas ändern kann. Im Moment sind es noch 11 Tonnen an CO2, die jeder Bundesbürger durchschnittlich im Jahr verbraucht. Laut Umweltbundesamt kann der deutsche Bürger seinen CO2- Wert auf 5 Tonnen senken, wenn er umweltbewusst lebt. Wenn sich jeder im ersten Schritt bewusst machen würde, wie viel er doch gegen den Klimawandel tun kann und dann im zweiten Schritt danach handeln und leben würde, würde sich MASSIV etwas ändern.

Ernährung

Der Bereich „Ernährung“ ist weitumfassend. Der Ausstoß von Treibhausgasen entsteht beispielsweise durch die Landwirtschaft und die Haltung von Nutztieren, durch Transportwege und Verpackung, durch das Wegschmeißen von angeblich ungenießbaren Produkten… 2017 lag der Treibhausgasausstoß pro Kopf in Deutschland im Bereich Ernährung bei 15,0%.

Die Lösung sind saisonale und regionale Lebensmittel, weniger Fleisch und tierische Produkte und mehr Obst und Gemüse. Zudem ist es wichtig auf die Verpackung zu achten und das Mindesthaltbarkeitsdatum wahrzunehmen als das was es ist: ein Indikator auf die mögliche Ungenießbarkeit des Produktes. Und nicht als eine Vorgabe wie „tödlich ab“.

Wohnen

Das Umweltbundesamt macht die Heizung und den Stromverbrauch eines deutschen Bürgers insgesamt für 20,6% seines Treibhausgasausstoßes pro Jahr verantwortlich.
Um diesen zu senken, sollte man seinen Wohnraum gut dämmen, generell die Heizung runterdrehen und dafür lieber einen Pulli tragen, im Sommer diese wenn möglich erst gar nicht anstellen. Auch beim Lüften entpuppen sich unterwartete Probleme: Stoßlüften spart Energie und ist besser als Dauerlüften mit gekippten Fenster. Die warme Heizungsluft steigt sonst nach oben und gelangt dadurch direkt wieder ins Freie. Auch die Wäsche sollte man möglichst kalt waschen und nicht in den Trockner tun und, ganz entscheidend, zu einem Ökostromanbieter wechseln.

Hygiene

Die Devise lautet hierbei plastikfrei. Gefährliches Mikroplastik welches in nahezu allen Produkten von Peelings bis zu Zahnpasta vorhanden ist, gelangt durch die Leitungen in die Meere und belastet diese massiv. Auch die größeren Plastikmengen wie zum Beispiel bei den Verpackungen der Kosmetika sind zu reduzieren. Helfen bei der Produktauswahl können Apps wie „ToxFox“. Der Produktecheck des BUND bietet eine leichte und sichere Alternative zum ewigen Studieren der Inhaltsstoffe.

Verkehr

Fliegen und Autofahren gehören zu den klimaschädlichsten Arten sich fortzubewegen. Eine Alternative bietet das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch längere Reisen sind mit der Bahn bequem auszuführen.

Mode

Wer hätte gedacht, dass nachhaltig auch noch günstiger bedeutet? Um klimafreundlich zu Konsumieren kann man Flohmärkte, Vintage- und Secondhand Stores und Kleidertausche besuchen oder auch im Internet zum Beispiel über Ebay oder Kleiderkreisel neue Sachen erwerben. Das Wichtigste bleibt hierbei das langfristige Tragen der Stücke.

Technik

Dass immer das neuste Handy nicht nötig ist, liegt auf der Hand. Auch beim alltäglichen Surfen im Internet kann man Energie sparen: Allein eine Googleanfrage verbraucht soviel Energie wie eine Energiesparlampe, die für eine Stunde brennt. Die umweltfreundliche Alternative: Ecosia. Ein Suchportal, welches seinen Umsatz dafür nutzt, um Bäume zu pflanzen. Über dieses ist übrigens auch dieser Artikel geschrieben 😉

Alma (Stamm Karthago- Persepolis, DPBM)

Quellen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/konsum-umwelt-zentrale-handlungsfelder#textpart-1
https://www.bund.net/themen/meere/mikroplastik/
https://itunes.apple.com/de/app/toxfox-der-produktcheck-des-bund/id665200272?mt=8
https://www.stern.de/digital/online/stromverbrauch-wie-viel-energie-kostet-eine-google-suche–3755288.html
https://info.ecosia.org/what
Hamburger Abendblatt, Dokumentation „Fridays for future“ (erschienen im Januar 2019)

„Es gibt nur diese eine Welt und wir müssen uns für sie einsetzen“

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[Fotos: Flora Lamberty, Fridays for Future-Demos in Bonn]

Warum Pfadfinder*innen bei den Fridays for Future-Demos mitdemonstrieren:

Seit Dezember 2018 werden weltweit jeden Freitag für den Klima gestreikt. Am ersten globalen Protesttag am 15. März 2019 nahmen deutschlandweit 300.000 Menschen teil, laut Fridays for Future. Am 24. Mai findet der nächste globale Klimastreik zur Europawahl in über 220 Städten statt.

Verschiedene Pfadfinder*innen erklären, warum sie mit demonstrieren:

Judith: „Hey, ich bin die Judith, werde im Sommer 16 Jahre alt und bin jetzt fast mit der Schule fertig. Danach möchte ich eine Ausbildung beginnen.

Ich bin jetzt seit ca. 6 Jahren Pfadfinderin und bin davor auch oft und sehr gerne draußen im Wald unterwegs gewesen. Ich habe mich schon immer für die Natur interessiert oder gerne dort gespielt. Seit Februar 2019 gehe ich regelmäßig auf die Fridays for Future-Demos.

Um auf die Frage „Warum ist es wichtig als Pfadfinder zu den Fridays for Future-Demos zu gehen?“ einzugehen: Ich finde es einfach super wichtig, weil ich weiterhin schöne Fahrten, Lager oder auch Wanderungen durch noch unberührte Natur unternehmen möchte. Ich möchte weiterhin mit der Natur leben und sie kennenlernen, ohne das sie vollkommen abgestorben ist.

Außerdem möchte ich es meinen Kindern irgendwann ermöglichen auch diese Erlebnisse, die man als Pfadfinder hat, zu erleben.

Es gibt nur diese eine Welt und wir müssen uns für sie einsetzen.“

Marlene: „Hi, ich heiße Marlene und bin 16 Jahre alt. Ich gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums in Köln.

Für mich persönlich sind die Fridays for Future-Aktionen immer etwas sehr bedeutsames. Es macht mich glücklich zu sehen, dass sich so viele Leute mit dem Thema auseinandergesetzt haben und/oder es jetzt tun. So eine Demo kann außerdem zusammenschweißen. Das erste mal, dass ich auf einer Demo war, war auch gleichzeitig die erste Fridays for Future-Demo in Köln. Wenn man da gemeinsam steht und einem irgendwann kalt wird, versucht man gemeinsam was dagegen zu unternehmen. Zusammen haben wir getanzt, gesungen und den Reden gelauscht.

Ein Gefühl, dass ich sonst so nur bei den Pfadfindern erlebt habe. Und es ist schön zu sehen, dass es noch mehr Menschen gibt, denen unsere Umwelt und unser Lebensraum nicht vollkommen egal sind.

Ich glaube, jetzt können wir nur hoffen, dass es noch mehr Menschen werden, denen bewusst wird, dass wir etwas tun sollten, selbst wenn es „nur“ das Bewusstsein ist, wie man gerade mit seinen Mitmenschen, seinem Umfeld und unserem Planeten umgeht.“

Sarah: „Ich heiße Sarah, bin 16 Jahre alt und war bis jetzt zwei mal auf den Fridays for Future- Demonstrationen. Die Fridays for Future-Demos wurden von einer Schwedin namens Greta Thunberg ins Leben gerufen, die die erste war, die jeden Freitag in der Schulzeit demonstrieren ging.

Die Streiks wurden organisiert um Politikern zu zeigen, dass wir nicht mehr länger auf den Kohleausstieg und die Umstellung auf erneuerbare Enegien usw. warten können.

Ich finde es wichtig zu den Fridays for Future-Demonstrationen zu gehen, da wir schon in knapp neun Jahren die 1,5 Grad Grenze überschritten haben, was bedeuten würde, dass wir ab da an in einer Art Spirale gefangen sind und es unaufhaltsam immer wärmer wird, egal was wir tun.

Außerdem hätten wir schon längst die Möglichkeit auf eine klimafreundlichere Energieversorgung umzusteigen, was aber aus Geldgier nicht getan wird.“

Alma: „„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“. Jede Woche gehen zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf die Straße und demonstrieren für eine Zukunft. Dafür, dass sich die Politik ändert und endlich etwas gegen die Klimakatastrophe getan wird. Es gibt tausende von Meinungen von beispielsweise Politikern und Lehrern, die sich für oder gegen das „Streiken“ oder Schwänzen der Schule aussprechen.  Das alles macht mich sehr wütend. Mir scheint es fast, dass das Schwänzen der Schule vielmehr Thema ist als das eigenliche, wirklich Wichtige. Nämlich, dass wenn wir so weiter machen unser Planet sich immer weiter aufheizen wird, bis zu einem Punkt, wo wir das Klima nicht mehr unter Kontrolle haben werden.

Klar, die Schule zu schwänzen ist nicht das Beste, doch für mich, sehe ich meine Prioritäten eindeutig gesetzt: Ich möchte in einer lebenswerten Welt leben. Mit dem Gewissen etwas getan zu haben, wenigstens etwas, gegen den Wahnsinn. Mich positioniert, aussgesprochen zu haben und vielleicht den Einen oder die Andere zum Erwachen gebracht zu haben. Und letzendlich hoffentlich etwas bewegt zu haben. Denn ich bin 16 und kann somit nur kommunal wählen. Doch meine Zukunft liegt in den Händen von Erwachsenen. Und diese fordern wir, als Kinder, auf etwas zu tun. Jeder Einzelne in seinem Alltag, doch vorallem beim Wählen und dann letztendlich auch in der Politk und beim Einsatz für unser Klima.

Ich bin unglaublich froh Bildung genießen zu können. Besonders als Mädchen lesen, schreiben, rechnen und noch vieles mehr zu lernen. Doch diese vier Unterrichtsstunden, in welchen ich demonstrieren gehe, kann ich auch nachholen und das tue ich auch. Doch wenn beispielsweise eine Klausur ansteht, oder ich weiß, dass neuer und komplizierter Stoff behandelt wird, bleibe ich auch mit einem guten Gewissens in der Schule. Das Schwänzen ist für mich Mittel zum Zweck- nämlich für mediale Aufmerksamkeit.

„What do we want?“

„Climate justice!“

„When do we want it?“

„Now!“

Unsere Zukunft liegt in den Händen von einem Haufen von Politikern, die sich nicht einigen können und ihre Aufmerksamkeit auf angeblich „wichtigere Themen“ als den Klimawandel richten. Und wir wollen Gerechtigkeit.

Wie schon FDP-Chef Christian Lindnar sagte: Das Klima sei „Eine Sache für Profis“. Ja bitte, wo sind denn die Profis die etwas tun? Erst wird erwartet, dass sich Kinder und Jugendliche für Politik interessieren und wenn wir es tun, dann sind wir offenbar nicht qualifiziert genug. Qualifiziert genug um wissenschaftliche Berichte zu lesen, das sind wir. Und auch um uns eine Meinung zu bilden. Qualifiziert genug um die Ernsthaftigkeit der Lage einzuschätzen und auch um zu verstehen, dass etwas getan werden muss, dafür halte ich uns auch. Und hm, lass mich überlegen, wie wir uns als Nicht- Wahlberechtigte einbrigen können: Genau demonstrieren. Und nun, dass wir eure Aufmerksamkeit haben, liebe Profis: Wir würden es unglaublich willkommen heißen wenn ihr dann auch was tut : ). Und für alle anderen: geht mit uns am 24. Mai zum Globalen Klimastreik!“

Niels: „Ich bin Pfadfinder und gehe auf die Fridays for Future-Demos.

Der Impuls auf die Demos zu gehen kam zwar nicht durch Pfadfinder (sondern durch die Schule), dennoch lässt sich beides prima unter dem Dach des Klimaschutzes vereinen. „Ich trage zum Schutz und zur Erhaltung der Natur bei.“ heißt es in den Pfadfinderregeln im DPBM. Ferner steht noch: „Ich setzte mich kritisch mit mir und meiner Umwelt auseinander.“ und „Ich bin bereit in der und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen.“. In meinen Augen ist das Teilnehmen an den Fridays for Future -Demos also eine logische Konsequenz der Pfadfinderregeln. Doch ich demonstriere nicht als Pfadfinder, sondern als Schüler. In wie fern sollte ich (und natürlich die Pfadfindergemeinschaft grundsätzlich) sich aber jetzt als Pfadfinder anstatt als Schüler positionieren?

Fridays for Future ist primär eine Schülerbewegung. Greta Thunberg ist eine Schülerin und vielleicht der wichtigste Weg einen Diskurs zu eröffnen ist und bleibt das Streiken der Schule an Freitag. Viele Pfadfinder teilen mit mir die Auffassung, dass Pfadfinder ein interkonfessioneller und parteiloser Raum sein sollte. Zwar hat Greta Thunberg keine Partei oder eine religiöse Gruppe hinter ihr, dennoch verfolgt sie (zwar im Interesse eines jeden Pfadfinders aber dennoch) eine politische Agenda. In Kluft und Halstuch demonstrieren finde ich also fragwürdig, jedoch ist der Anlass der Fridays for Future -Demos sehr wohl mit den Pfadfinderregeln vereinbar und scheint förmlich nach einer Positionierung seitens der Pfadfinder.

Wie sollte man also die Fridays for Future-Bewegung in meinen Augen also handhaben? An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass dies nur meine persönliche Meinung ist und ich jede Argumentation von anderen Positionen nachvollziehen kann. Ich denke, wir sollten uns nicht in Kluft und Halstuch auf den Demonstrationen zeigen, dennoch müssen wir in meinen Augen klar Stellung beziehen und die Unterstützung von uns als Scouts zu zeigen. Fridays for Future ist eine Bewegung, welche ganz viel erreichen wird und schon ganz viel erreicht hat. Die ganze Welt ist aufmerksam geworden auf die Konsequenzen unseres (ökologisch betrachtet) schwachsinnigen Verhaltens. Wir müssen handeln und wenn das Handeln mit einem 16-jährigen schwedischen Mädchen beginnt, dann sei es so. Ich hoffe, Ihr werdet am 24.05.2019 am weltweiten Klimastreik teilnehmen und bis dahin gilt auch weiterhin, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen.“

Am 24. Mai ist Globaler Klimastreik.

Mehr Infos unter https://fridaysforfuture.de/

DPV Gold Vorbereitungstreffen #3

Hast du schon einmal einen runden Geburtstag gefeiert? – Bestimmt! Dann kennst du sicher auch die Vorfreude auf dieses Ereignis. Im kommenden Jahr feiert der DPV nicht nur einen runden Geburtstag, sondern ein halbes Jahrhundert DPV – wir werden 50!

Diese Sause muss natürlich geplant werden! Dafür haben wir uns am vergangenen Wochenende bereits zum dritten mal in einer kleinen Runde in der Nähe von Köln zusammengesetzt.  Die ersten Eckpunkte sind bereits fest: ein Ort, ein Datum und eine Lagerleitung – was soll da noch schief gehen?

Hast du Lust diese Geburtstagssause mit zu planen? Dann melde dich gern bei uns: .img

Und komme zu unseren nächsten Planungstreffen:

16. – 18. August 2019 (Achtung, der Termin hat sich geändert)

08. – 10. November 2019

Das Jubiläum findet vom 11. – 13. September 2020 statt!

DPV-Sippenaktion 2019 Goldader – „Don Oro lädt ein!“

Das Ziel ist in Sicht…

200 Helfer*innen, 90 Jurten, elf Küchen, ein Saloon, sechs Tage Aufbaulager, fünf Tage Programm, vier Haupttreffen, unendliche Stunden Telefonkonferenzen und vieles mehr. Unter anderem all dies braucht es in der Vorbereitung und vor Ort um mit 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern die Sippenaktion vom 29. Mai bis 2. Juni 2019 mit viel Spaß und Action zu verbringen.

Um letzte Details und Fragen zu klären sowie alle bisherigen Planungen endgültig zusammenzuführen, fanden sich über 40 Engagierte vom 5. bis 7. April in Hoffeld ein.

Nachdem die meisten am Freitagabend angereist waren und eine warme Mahlzeit zu sich genommen hatten, wurde noch in gemütlicher Runde vor dem Kamin gesungen. Am Samstag standen die Pfadfinder*innen in aller Frühe auf um sich schnellst möglich den Planungen zu widmen.

Beim Frühstück und allen anderen Mahlzeiten konnte man die unterschiedlichen Essensrituale aus den verschiedenen vertretenen Bünden kennenlernen. Dieser Austausch fand auch in den vielen kleinen und großen Gruppen statt, die sich übers ganze Haus verteilten, um das Lagerkonzept zu vollenden.

Nach dem Mittagessen besuchten die Teilnehmer*innen auf einem Verdauungsspaziergang ein nahegelegenes Rehgehege. Anschließend wurden die letzten Planungen gemacht und am Abend in großer Runde noch einige Spiele gespielt sowie Wettbewerbe ausgetragen.

Nebenbei traf sich auch ein kleiner Arbeitskreis von Personen, die sich mit DPV 3000, dem Nachhaltigkeitsprojekt des DPV, auseinandersetzten. Dieses Projekt wird auch auf der Sippenaktion vertreten sein.

Aufgrund der längeren abendlichen Singerunde wurde der nächsten Morgen etwas später gestartet. Nach einem Kaffee und einem letzten Treffen in großer Runde wurde das Heim noch aufgeräumt.

Das Ende des letzten Haupttreffens verstärkte nun noch mehr die Vorfreude auf das baldige Wiedersehen, die vielen Helfer*innen (die teilweise noch fleißig gesucht werden!) und vor allem eine fantastische DPV-Sippenaktion – das große angestrebte Ziel!

Autor: Kai Krall (Pfadfinderschaft Süddeutschland)

Jugendpolitischer Rat trifft sich in Berlin

Vom 5.-7. April 2019 traf sich der jugendpolitische Rat des DPVs in Berlin! Nicht nur genossen wir die Sonne, diskutierten über Jugendpolitik, sondern bekamen auch Besuch von Julia aus AK Politische Bildung des BdPs. So konnten wir unsere Zusammenarbeit weiterausbauen und an gemeinsamen Aktionen pfeilen: freut Euch auf Workshops bei Schall&Rauch!

Gemeinsam nahmen wir auch an der Aktion #MyEuropeMySay der Weltpfadfinderorganisation WOSM teil, die die Jugendpartizipation der nächsten Europa-Wahl im Mai 2019 stärken sollen. Mehr Infos findet Ihr hier: myeuropemysay.eu

youcoN 2019 – Komm mit auf die Insel!

Nachhaltigem pfadfinderischen Handeln widmen wir im DPV in jüngerer Zeit besondere Aufmerksamkeit. Jetzt hast du die Gelegenheit, einen Blick über den pfadfinderischen Tellerrand zu werfen. Alle Pfadfinder*innen sind herzlich zur youcoN eingeladen. Hier ein Auszug aus dem Einladungstext:

„Zukunft, Nachhaltigkeit, Bildung, Gerechtigkeit – Hast du auch keine Lust mehr zu diskutieren, ob etwas getan werden muss? Willst du stattdessen tatkräftig anpacken, handfeste Ideen entwickeln und zwar mit Gleichgesinnten, die genauso motiviert sind etwas zu verändern wie du?

Dann melde dich noch heute zur youcoN 2019 an!

Die youcoN ist eine Jugendkonferenz und für alle Interessierten im Alter zwischen 14 und 27 Jahren offen. Sie findet dieses Jahr vom 29.05 – 02.06 auf Rügen statt und das Motto lautet: Wir.L(i)eben.Zukunft!

 Alles auf einen Blick

Anmeldung?                    Auf unserer Webseite findest du den Link zum Anmeldeformular: https://youpan..de/youcon2019/ Dort kannst du dich bis zum 15.04. anmelden – allerdings sind die Plätze begrenzt.

Wann?                              29.05. bis 02.06.19

Wo?                                  Ostseebad Binz (Insel Rügen)

Wer?                                 Junge Menschen im Alter von 14-27 Jahren, die sich über ihre Ideen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Bildung mit anderen austauschen, ihre Meinung sagen und etwas ändern wollen.

Kosten?                            Keine. Wir zahlen Anreise, Verpflegung und Unterkunft.

Mehr Infos?                      www.youpan.de

How to: Nachhaltige Hygieneartikel für Fahrt und Lager

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Tipps und Rezepte für Zahnpasta, Duschgel und Shampoo!

Wahrscheinlich haben sich einige von Euch schon einmal gefragt, ob es möglich ist, Hygieneartikel selbst herzustellen. Darauf können wir euch eine klare Antwort geben: Ja! Im Rahmen unseres Jahresthemas ‚Müllenium‘ beschäftigten wir uns bereits seit einigen Monaten damit, wie wir möglichst viel Müll vermeiden können, insbesondere Plastik! Das Thema dieses Artikels spricht dabei nicht nur das Thema Müllvermeidung an (überlegt Euch mal, wie viele Zahnpastatuben, Shampooflaschen oder Zahnbürsten Ihr im Jahr benutzt und wie viel Plastik dabei anfällt!), sondern ebenfalls die Beschäftigung mit nachhaltiger Rohstoffbeschaffung und der kritischen Reflexion des eigenen Konsumverhaltens.

Hier geht’s direkt zu den Rezepten…

Was sind eigentlich nachhaltige Hygieneartikel?

Nachhaltige Hygieneartikel sind aus nachhaltig an- und abgebauten Rohstoffen, verpackungsneutral (d.h. ohne Verpackung oder mit Papierverpackung) und biologisch abbaubar.  Beim Einkaufen helfen dir Zertifizierungen vertrauenswürdiger Ökolabels. Oder du machst sie einfach selbst!

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