Jeden Tag eine gute Tat? Jetzt erst recht!

Okay, seien wir mal ehrlich: Für viele von uns ist dieser Spruch ein abgedroschenes Klischee, mit dem wir uns vor allem dann konfrontiert sehen, wenn wir anderen Menschen von unserem „Hobby“ erzählen. „Helft ihr dann erst ’ner Oma über die Straße, bevor ihr Kekse an der Haustür verkauft?“

Soweit, so nervig – steckt in dieser Sicht auf unser Pfadfinder*innendasein doch eine Geringschätzung der ehrenamtlichen Arbeit, die von Unkenntnis und Überheblichkeit zeugt. Vielleicht mag das der Grund dafür sein, dass wir dieses eigentlich doch urpfadfinderische Motto im Wortlaut selten selbst zur Beschreibung der Werte nutzen, die wir als Pfadfinder*innen vorleben und jungen Menschen durch unsere Gruppen nahebringen wollen. Erinnern wir uns an das Versprechen, das wir für die Aufnahme in unsere Gruppe und die weltweite Gemeinschaft der Pfadfinder*innen abgelegt haben, dann wird darin – ganz egal aus welchem Bund oder Verband wir stammen – ein Satz vorkommen, der in etwa so lautet: „Ich verspreche, […] meinen Mitmenschen zu helfen und meine Umwelt verantwortlich mitzugestalten.“ So blöd also dieses Klischee des*der Pfadfinders*in sein mag, der*die den ganzen Tag am Zebrastreifen wartet, um mindestens einem alten Menschen über die Straße zu helfen, so wichtig ist der Wert der sich dahinter verbirgt für unser Selbstverständis: Wir versuchen zu helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird und diese Hilfsbereitschaft unseren Mitmenschen vorzuleben.

Dieses Selbstverständnis endet jedoch nicht mit der Fahrt, dem Heimabend oder dem Lager, dem Ablegen der Kluft beim Wechsel in unseren normalen Alltag. Das grundlegende Ziel unserer Pfadfinder*innenarbeit ist es, durch die erlebte Gemeinschaft in den Gruppen ein Stückchen zur Persönlichkeitsbildung aller unserer Mitglieder beizutragen. Dieses Ziel ist nur dann erreicht, wenn unsere Werte wie Toleranz, Kritikfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder eben Hilfbereitschaft in unser aller Alltag gelebt werden.

Und was heißt das für den Umgang mit Corona?

Auch wenn wir derzeit wenige unserer Mitmenschen außerhalb der Familie, unserer Wohngemeinschaft oder unserer Arbeitskollegen*innen sehen, gibt es viele Stellen, an denen Hilfe gebraucht wird und von uns geleistet werden kann. Hier einige Ideen, die wir gerne bei Hinweisen von euch erweitern.

Vermeide unnötige soziale Kontakte

Die erste Hilfe, die Menschen aus Risikogruppen von euch derzeit brauchen, ist euer Beitrag zur Eingrenzung der Virus-Ausbreitung! Denn auch wenn die meisten aktiven Pfadfinder*innen durch ihr junges Alter nur einem geringen Risiko durch das Corona-Virus ausgesetzt sind, können sie selbst bei Symptomfreiheit Überträger*in sein und bei jedem sozialen Kontakt zur Ausbreitung beitragen.

Bevor du hilfst: Schütze dich selbst!

Niemandem ist nachhaltig geholfen, wenn du dich bei deiner Hilfe selbst in Gefahr bringst. Wichtige Regeln zum Infektionsschutz findest du daher hier. Wenn du eine Vorerkrankung hast, bist du auch als junger Mensch gefährdet. Dann solltest du vorrangig zu Hause bleiben.

Beteilige dich an Nachbarschaftshilfe

Für Menschen aus Risikogruppen und Menschen unter Quarantäne sind die einfachsten Alltagserledigungen, wie der Lebensmitteleinkauf oder Gang in die Apotheke, derzeit nicht möglich. Es haben sich im Netz bereits mehrere Initiativen gegründet, die diesem Problem mit nachbarschaftlicher Hilfe begegnen wollen. Sich daran zu beteiligen ist wirklich sehr einfach!

  • Gegen das Virus bietet Vorlagen für Aushänge in deinem Treppenhaus an, damit du dich mit deinen Nachbarn*innen für gegenseitige Hilfe vernetzen kannst
  • NEBENAN.DE ist eine Plattform, auf der sich Helfer*innen und Hilfesuchende deutschlandweit registrieren und so gegenseitig finden und vernetzen können

Geh Blutspenden

Die Krankenhäuser haben es derzeit schwer, ausreichend Spender*innen zu finden, um ihre Patienten*innen mit Blutkonserven zu versorgen. Daher ist es jetzt eine gute Idee mal wieder spenden zu gehen, oder mit dem Blutspenden anzufangen – natürlich nur, wenn du dich selber gesund und fit fühlst. Informationen zum Wie, Wo und Wann findest du zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreuz.

Du bist Medizinstudent*in?

Dann informiere dich auf den Seiten deines örtlichen Gesundheitsamts oder Krankenhauses, ob du als Pfleger*in oder in der Corona-Aufklärung helfen kannst. Häufig wird dir diese Tätigkeit auch als (Neben-)Job bezahlt.

Hilf in bestehenden Initiativen mit

Viele Initiativen und Gruppen, die sich für das soziale Miteinander einsetzen, werden stark von älteren Menschen getragen. Nun gehören diese Menschen zur sogenannten Risikogruppe und sollten deshalb vorrangig zu Hause bleiben. Das bedeutet, dass Obdachlosenhilfe, die Tafeln und Sozialdienste oft vor großen Problemen stehen: Einerseits ist ihre Arbeit auch – und teilweise sogar gerade – in Corona-Zeiten unglaublich wichtig, andererseits müssen sie ihre Ehrenamtler schützen, damit diese sich nicht in Gefahr bringen. Hier könnt ihr als junge Menschen einspringen! Informiert euch, welche Initiativen es in eurer Nähe gibt, und fragt, ob ihr helfen könnt.

Arbeite in der Landwirtschaft oder der Logistik

Die Landwirte haben ein großes Problem: Erntehelfer*innen können derzeit nicht durch die vielen geschlossenen Grenzen kommen. Um zu verhindern, dass Lebensmittel auf den Feldern verrotten oder nicht ausgesäht werden können, wird vielerorts dringend Hilfe gesucht. Ebenso sind im Bereich des Lebensmittelhandels momentan gewaltige Probleme bei der Versorgung aufgetreten, die vor allem damit zusammenhängen, dass Lieferketten nicht mehr funktionieren und Mitarbeiter*innen fehlen, vor allem aber die Nachfrage sprunghaft gestiegen ist. Hier werden ebenfalls dringend Menschen gesucht. Kleines Bonbon: Euer Einsatz wird sogar bezahlt.

  • über das Portal Das Land Hilft vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft können sich Menschen mit Zeit und Interesse an einem Job in der Landwirtschaft registrieren
  • das Portal Land Arbeit bietet genauso die Vermittlung von Saisonjobs in der Landwirtschaft an

Kooperation trotz Corona

Die Pfadfinderei lebt von Fahrten, Lagern, Seminaren, Heimabenden… von lauter Anlässen, zu denen die Pfadfinder*innen zusammenkommen und Zeit miteinander verbringen. Und die Planung dieser Veranstaltungen wird ebenfalls durch Treffen getragen. Doch was tun, wenn persönliche Treffen mal nicht möglich sind? Trefft euch online!

Wir tragen hier Ideen für die digitale Kooperation von Gruppen-, Stammes-, Ring-/Landes- und Bundesleitungen zusammen, die euch die Weiterarbeit ganz einfach von zuhause aus ermöglichen. Die Liste wird regelmäßig erweitert, also kommentiert gerne eure Ideen und die Lösungen, mit denen ihr gute Erfahrungen gesammelt habt.

Telefon- und Videokonferenzen

Stammesthings, Leitungsrunden und Planungstreffen durch eine Telefon- oder Videokonferenz zu ersetzen, ist gar nicht so schwer. Es gibt verschiedene Anbieter, die kostenlose Software dafür zur Verfügung stellen.

  1. Skype ist der wohl bekannteste Anbieter für Videotelefonie. Skype gehört heute zu Microsoft und kann sowohl für PCs als auch mobile Endgeräte hier kostenlos heruntergeladen werden. Mit Skype sind – je nach Qualität der Internetverbindungen – Konferenzen mit 10 Personen und mehr ganz unkompliziert möglich.
  2. Meetgreen bietet eine Kombination aus Video- und Telefonkonferenzen an. Das heißt, das gleichzeitig bis zu 20 Personen per Telefon und über den PC oder nur über eines von beidem an einer Konferenz teilnehmen können. Es muss keine Software heruntergeladen werden, alles funktioniert über den Browser deiner Wahl. ACHTUNG: Meetgreen hat kürzlich leider seinen kostenlosen Service für Vereine beendet.
  3. Mit Jitsi kannst du direkt im Browser eine Telefon- oder Videokonferenz starten. Dieses kostenlose Open-Source-Projekt ermöglicht eine Teilnahme über PC oder Telefon und stellt damit eine super Alternative zu Skype und Meetgreen dar.
  4. Discord ist ein kosenloses Tool, das ursprünglich für die Games-Szene entwickelt wurde. Es erfreut sich aber zunehmender Beleibtheit für alle Arten von Gruppen, die audio-, video- und textbasiert kooperieren wollen. Auf Discord kann jede*r einen eigenen Server einrichten und dort beliebige Untergruppen einrichten. Das Tool funktioniert also auch gut für ganze Stämme oder auch kleinere Bünde.

Neben der technischen Seite gibt es aber auch ein paar Dinge in der Organisation zu bedenken. Es macht eben doch einen Unterschied, ob ihr euch persönlich gegenübersitzt, per Video seht oder nur gegenseitig hört. Grundsätzlich gilt: Je weniger ihr voneinander wahrnehmt, desto eindeutiger sollten die Regeln sein, die ihr für euer Gespräch vereinbart. In einer Telefonkonferenz werdet ihr nicht sehen können, ob jemand zu einem Thema etwas beitragen möchte, oder nicht. Aus der Erfahrung des DPV-Vorstands hat es sich daher bewährt, für jede Konferenz einen*e Moderator*in festzulegen, der durch das Gespräch führt, Entscheidungen anleitet und sicherstellt, dass alle zu Wort kommen. Auch wenn es zunächst merkwürdig erscheint: Vereinbart ein Signal für Wortmeldungen, am besten das Sagen des eigenen Namens. Das erleichtert dem*der Moderator*in das Führen einer Redner*innenliste. Und schließlich solltet ihr, wie bei allen Sitzungen, ein Protokoll anfertigen. Für Online-Konferenzen gibt es dafür ein paar besonders praktische Möglichkeiten…

Schriftlich kooperieren

Ihr wollt ein Dokument, eine Einladung, einen Brief mit anderen Menschen zusammen schreiben? Ihr wollt gemeinsame Ideen festhalten oder gemeinsam Protokoll führen? Dann gibt es ein paar spannende Tools, die euch das Leben sehr erleichtern können.

  1. Edupad ist ein kollaborativer Texteditor. Ihr könnt mit bis zu 15 Personen gleichzeitig ein Textdokument bearbeiten und dabei in Echtzeit sehen, wer welchen Text bearbeitet.
  2. Cryptpad ist ein Angebot von der Piratenpartei, das ähnlich wie Edupad funktioniert. Es bietet allerdings noch weitere Funktionen an, wie zum Beispiel die Dokumentformate Präsentation oder Tabelle. Außerdem hat Cryptpad einen hohen Standard beim Datenschutz und lässt euch passwortgeschützte Pads erstellen.
  3. Google Docs bietet dir ganz ähnliche Funktionen wie das Cryptpad. Es ist etwas leichter zu bedienen, benötigt aber für das Erstellen von Dokumenten ein Google-Konto. Mitarbeiten an einem Dokument geht aber auch ohne Registrierung.

Umfangreiche Plattformen

  • WECHANGE bietet dir eine umfangreiche Kooperationsplattform mit Pads, Online-Kalender, Terminfindung, Chat, Teilen von Dateien, usw. Die Plattform wird von der wechange eG aus Berlin für „ökologisch und sozial orientierte Akteure“ betrieben und finanziert. Das heißt: Als Pfadfinder*innengruppe könnt ihr WECHANGE kostenlos oder auf freiwilliger Basis im Rahmen eurer finanziellen Mittel nutzen.

Soweit unsere Anregungen für eure Zusammenarbeit in Zeiten von Corona. Hast du weitere Ideen, die wir hier vorstellen sollen? Dann schreib einfach unten in die Kommentare!

Das gibt’s (bei uns) doch gar nicht!? Warum der offensive Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt so wichtig ist: Der DPV gibt sich ein Interventionskonzept.

Sexualisierte Gewalt – insbesondere, aber nicht nur – gegenüber Kindern und Jugendlichen ist kein Phänomen bedauerlicher Einzelfälle, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Diese bittere Erkenntnis hat sich spätestens seit den Enthüllungen um den jahrzehntelangen systematischen Missbrauch von Internatsschülern und -schülerinnen der Odenwaldschule 2010[1] und dem seither regelmäßigen Bekanntwerden immer neuer Missbrauchsskandale in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen durchgesetzt. Für die Pfadfinder*innenbünde im DPV steckt darin die so simple wie schwer auszuhaltende Botschaft: Wir sind Teil dieser Gesellschaft, es betrifft auch unsere Arbeit! Als Konsequenz daraus rief der DPV 2016 das Präventionsnetzwerk ins Leben, einen Zusammenschluss von (ehrenamtlichen) Experten*innen aus allen Mitgliedsbünden. Gemeinsam erarbeitete das Netzwerk das Interventionskonzept für Fälle sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch auf Verbandsveranstaltungen, das im September 2018 von der Mitgliederversammlung beschlossen und auf der gemeinsamen Sippenaktion „Goldader – Don Oro lädt ein“ im Mai 2019 zum ersten Mal umgesetzt wurde. In diesem Artikel möchte ich die von uns ergriffenen Maßnahmen vor dem Hintergrund der Bedeutung des Themas für die Arbeit im DPV beleuchten.

Grenzverletzung, Übergriff, Missbrauch – worum geht es eigentlich genau?

Bei dem Thema sexualisierte Gewalt drohen gerade im pädagogischen Kontext Grenzen zu verschwimmen. Klare Begriffsdefinitionen sind ein erster Schritt für einen angemessenen Umgang damit, der weder von Hysterie noch von Relativierung geleitet ist.[2] weiterlesen „Das gibt’s (bei uns) doch gar nicht!? Warum der offensive Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt so wichtig ist: Der DPV gibt sich ein Interventionskonzept.“

Die politische Stimme von Pfadfindern*innen

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Seit Herbst 2016 ist der DPV Mitglied im Deutschen Bundesjugendring (DBJR). Aber was ist das eigentlich? Der Bundesjugendring ist die Interessensvertretung von insgesamt sechs Millionen Kindern und Jugendlichen, die in Verbänden organisiert sind, d.h. der Bundesjugendring möchte die Stimme der Kinder und Jugendlichen in die Politik hinein sein. Andere Pfadfinder*innen-Gruppen sind die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), der Verband christlicher Pfadfinder (VCP) und der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) – den viele von euch ja von „schall&rauch“ kennen. Andere Gruppen sind beispielsweise die Deutsche Chorjugend, die Naturfreundejugend, die Falken und die verschiedenen Landesjugendringe.

Und was macht man so als Interessensvertretung? Mehrmals im Jahr gibt es verschiedene Sitzungen, wo Vertreter*innen der Verbände zusammenkommen und gemeinsame Positionen verhandeln. Außerdem werden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet. Beispielsweise positioniert sich der Bundesjugendring klar pro-europäisch und sagt: „Europa ist für uns junge Menschen kein Projekt mehr, sondern eine Lebensrealität. […] Dafür brauchen wir auch weiterhin ein starkes, demokratisches und solidarisches Europa.“ Beim Thema Klimapolitik stellt sich der Bundesjugendring hinter die Fridays for Future-Bewegung und fordert die sofortige Bremsung des Klimawandels. Auch setzt sich der Bundesjugendring für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ein. Das sind nur drei von vielen verschiedenen Positionen, die der Bundesjugendring zum Beispiel durch Kampagnen und Gespräche mit Entscheidungsträger*innen aus Politik und Gesellschaft voranzutreiben versucht. weiterlesen „Die politische Stimme von Pfadfindern*innen“

1000 Pfadfinder*innen kommen in New Hameln Creek an

Heute ist es endlich soweit: Pfadfinder*innen aus ganz Deutschland treffen in New Hameln Creek ein, um Don Oro beim Goldschürfen zu unterstützen und dabei selbt ein Vermögen zu machen. Der Goldrausch hat alle erfasst, doch beunruhigende Neugikeiten werfen ihre Schatten voraus. War die Euphorie vielleicht doch verfrüht? Was führt der möchtige Don Oro wirklich im Schilde? Die Teilnehmer*innen der DPV-Sippenaktion werden sich die Antwort auf die Fragen in den nächsten Tagen erarbeiten und erspielen. Wir freuen uns auf ein großartiges Wochenende!

Und so berichtet die lokale Presse über unsere Sippenaktion.

youcoN 2019 – Komm mit auf die Insel!

Nachhaltigem pfadfinderischen Handeln widmen wir im DPV in jüngerer Zeit besondere Aufmerksamkeit. Jetzt hast du die Gelegenheit, einen Blick über den pfadfinderischen Tellerrand zu werfen. Alle Pfadfinder*innen sind herzlich zur youcoN eingeladen. Hier ein Auszug aus dem Einladungstext:

„Zukunft, Nachhaltigkeit, Bildung, Gerechtigkeit – Hast du auch keine Lust mehr zu diskutieren, ob etwas getan werden muss? Willst du stattdessen tatkräftig anpacken, handfeste Ideen entwickeln und zwar mit Gleichgesinnten, die genauso motiviert sind etwas zu verändern wie du?

Dann melde dich noch heute zur youcoN 2019 an!

Die youcoN ist eine Jugendkonferenz und für alle Interessierten im Alter zwischen 14 und 27 Jahren offen. Sie findet dieses Jahr vom 29.05 – 02.06 auf Rügen statt und das Motto lautet: Wir.L(i)eben.Zukunft!

 Alles auf einen Blick

Anmeldung?                    Auf unserer Webseite findest du den Link zum Anmeldeformular: https://youpan..de/youcon2019/ Dort kannst du dich bis zum 15.04. anmelden – allerdings sind die Plätze begrenzt.

Wann?                              29.05. bis 02.06.19

Wo?                                  Ostseebad Binz (Insel Rügen)

Wer?                                 Junge Menschen im Alter von 14-27 Jahren, die sich über ihre Ideen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Bildung mit anderen austauschen, ihre Meinung sagen und etwas ändern wollen.

Kosten?                            Keine. Wir zahlen Anreise, Verpflegung und Unterkunft.

Mehr Infos?                      www.youpan.de

Monstersause: DPV trifft BdP

Das jährliche Treffen der Bundesführer*innen unseres Verbandes (DPV) fand am Wochenende zusammen mit dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) in Immenhausen statt. Die Vorbereitung des Schall & Rauch Festivals nahm dabei natürlich besonderen Raum ein. Es wird die erste Großveranstaltung, die BdP und DPV gemeinsam umsetzen und darüber hinaus auch das erste Pfadfinder*innen-Musikfestival in Deutschland überhaupt!

Vieles ist in Bewegung in unserem Verband! Die Themen unserer Bundesführer*innen zeigen es: Eine Sippenaktion für 1000 Teilnehmer*innen findet im Mai in Hameln statt. 2020 feiert der DPV goLdenes Jubiläum. Im September wird der vielleicht jüngste Vorstand des DPV gewählt. Wie bringen wir uns als Pfadfinder*innen in Jugenpolitik ein? ‚Umgang mit Sexualität‘, ‚Awareness‘, ‚Prävention‘, ‚Selbstverständlichkeiten im Umgang miteinander‘ – für den Schutz und die freie Entfaltungsmöglichkeit jedes*r Einzelnen setzt sich der DPV in Zukunft auf seinen Veranstaltungen noch stärker ein. „Pfadfinder*innen kümmern sich doch immer um den Schutz der Natur“ – oder? Wie einfach das manchmal sein kann, zeigte der Nachhaltigkeitsarbeitskreis ‚DPV 3000‘: Für alle Teilnehmer*innen wurden Zahnpasta, Shampoo und Duschgel auf nachhaltige Art und Weise selbst gemacht. So kannst du es nachmachen – zum Beispiel auf deinem nächsten Heimabend.

Der regelmäßige Austausch mit dem BdP ist zu einer festen Größe unserer Verbandsarbeit geworden. Die schöne Arbeitsatmosphäre, die geteilten Vorstellungen von Fahrt & Lager, die gemeinsam entwickelten Ideen zeigen: Diese Zusammenarbeit hat Zukunft!

Daily Star: Neueste Nachrichten von Don Oro!

Howdy, liebe Goldgräberinnen und Goldgräber!

Wie geht’s wie steht’s?

Die letzten Vorbereitungen für die große Aktion in Hameln Creek laufen auf Hochtouren.

Nun gibt es für euch noch weitere reißende Informationen.

Alles was ihr zur Vorbereitung und an Informationen braucht, verbirgt sich hinter diesem Link.

Sollte es trotz der gesamten Informationsfülle noch Fragen geben, könnt ihr euch gerne an eure Bundesführer wenden oder mich ansprechen.

Greetings from Hameln south-west,

Euer Don Oro!

@

 

Eine Vision für eine nachhaltige Zukunft: DPV 3000!

„Nachhaltigkeit soll im DPV zu einem zentralen Thema werden!“ Die Bundesführer*innen erarbeiteten mit dem neuen Vorstand auf der Zukunftswerkstatt im März 2017 eine Richtung für die gemeinsame Arbeit der nächsten Jahre: Nachhaltigkeit sollte ins Zentrum der Zusammenarbeit im DPV gerückt werden. Seit dem hat sich schon einiges getan. Unter dem vorläufigen Namen „DPV goes green“ gründete sich ein Arbeitskreis, der sich im Juni im Seminarhaus in Wolfshausen bei Marburg nun bereits zum zweiten Mal traf.

Anders als bei der Planung von zum Beispiel Fahrten oder Lagern, in der wir Pfadfinder*innen doch auf einige Routinen zurückgreifen können, stellten sich uns bei der Beschäftigung mit Nachhaltigkeit erstmal einige grundsätzliche Fragen.

Wir fingen also ganz am Anfang an: Was bedeutet eigentlich der Begriff Nachhaltigkeit für uns? Schon bei unserer ersten Frage stellten wir fest, dass wir mit unseren Überlegungen nah an der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung waren: Für den Begriff gibt es auch unter Experten keine einheitliche Definition. Uns wurde bewusst, dass wir mit dem bisherigen Namen des Arbeitskreises „DPV goes green“ nur einen Bereich eines komplexen Themas beleuchteten. Wir entschieden uns daher, das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung als Grundlage für unseren Arbeitskreis zu nutzen. Das Modell geht davon aus, dass es drei eng miteinander in Beziehung stehende Bereiche (oder eben „Säulen“) von nachhaltiger Entwicklung gibt: Ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.

Von Felix Müller – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36374337

Wie aktuell die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung auf diesen drei Ebenen ist, unterstrichen die Vereinten Nationen, die 2015 einstimmig ihre 17 „Sustainable Development Goals“ (kurz: SDGs; dt. Nachhaltikeitsentwicklungsziele) beschlossen. Zu geringe Ambitionen kann man dieser – völkerrechtlich jedoch nicht bindenden – Absichtserklärung nicht unterstellen. So soll es bis 2030 weltweit keine extreme Armut und Mangelernährung mehr geben, eine inklusive Entwicklung in Ökonomie und Gesellschaft mit einem nachhaltigen Konsumverhalten soll gewährleistet und dringende Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel sollen umgesetzt werden. Nicht erst wenn ein US-Präsident den Ausstieg aus dem weltweiten Klimaschutzabkommen erklärt oder das Kraftfahrt-Bundesamt per Brief 1,5 Millionen Fahrer*innen von Dieselautos dazu aufruft ihre Wagen zu verschrotten und dafür neue zu kaufen, anstatt sie nachzurüsten und noch viele Jahre weiterzunutzen, wird deutlich, dass die Erreichung einer tatsächlich nachhaltigen Entwicklung nicht durch Entscheidungen auf höchster Ebene erreichbar ist, sondern bei jedem*r Einzelnen anfängt.

Was ist unsere Vision? DPV 3000!

Klima-Experten werden nicht müde, über die Medien immer wieder die dramatischen Folgen auszumalen, die der Klimawandel haben wird, wenn wir nicht bald aktiv werden. Solche Voraussagen rütteln natürlich wach – zumal sie durchaus realistisch sein könnten. Das Problem an ihnen ist jedoch: Sie sind so groß, dass ein einzelner Mensch oft nicht weiß, wo er alleine anfangen soll. Und sie sind so dramatisch und einschüchternd, dass der Mensch sie lieber verdrängt, als sich mit Alternativen für das eigene Handeln zu beschäftigen. Dabei ist es gerade das Handeln jedes einzelnen Menschen, das über unsere Zukunft entscheidet. Aber eine Vorstellung von Zielen in der Zukunft brauchen wir, um eine Richtung für die nächsten Schritte zu wählen. Wir stellen den dystopischen Szenarien deshalb unsere Vision von einem Verbandsjubiläum im Jahr 3000 gegenüber. Was können wir als Pfadfinder*innen heute dazu beitragen, damit auch in ferner Zukunft die Kinder und Jugendlichen als freie und gesunde Menschen in einer vielfältigen und wilden Natur Abenteuer auf Fahrt und Lager erleben können? Diese Vision haben wir als Leitgedanken zum Namen unseres Arbeitskreises gemacht: Mit verantwortungsbewusstem Handeln werden wir zu einflussreichen Akteuren für eine nachhaltige Zukunft.

Was können wir als DPV also zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen? Bildung für nachhaltige Entwicklung anbieten! Der rücksichtsvolle und verantwortungsbewusste Umgang mit der (sozialen und ökologischen) Umwelt und das Engagement für die Gestaltung von Gemeinschaften sind Grundpfeiler des Pfadfinder*inseins. Entweder könnte man an dieser Stelle anfangen zu hinterfragen, wie gut oder konsequent wir diese Grundpfeiler eigentlich in unserem Pfadileben umsetzen und in unser Leben abseits der Pfadfinder übertragen – wenn wir zum Beispiel mit dem Billigflieger nach Südosteuropa auf Großfahrt fliegen, weil dort die Preise so schön niedrig sind oder wenn wir für’s Grillen mit Freunden doch mal wieder zur Familienpackung Discounter-Fleisch gegriffen haben. Oder aber wir begreifen die gemeinsamen Überzeugungen zum Umgang mit unserer Umwelt als Chance – als Chance, mit Information und Bildung dem Willen zu nachhaltigem Handeln jedes und jeder Einzelnen von uns Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen.

Wie können wir die Menschen im DPV am besten erreichen?

Nun sind wir als DPV ein Dachverband und von den vielen Tausend Mitgliedern unserer Bünde ziemlich weit entfernt. Das ist für uns als Arbeitskreis ein Grund mehr, unsere Impulse an die Multiplikatoren*innen möglichst handfest und zum nachmachen zu geben.

Wo kann ich mich weiter über DPV 3000 informieren?

Auf der Homepage vom DPV findest du aktuelle Informationen Rund um unseren Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Und wenn du direkt Kontakt mit dem Arbeitskreis aufnehmen möchtest, melde dich einfach bei Matze (matze’at’dpvonline.de).